AKUT

Keine Löcher wo Gott keine geschaffen hat

Sarah Wetzlmayr

Keine Löcher dorthin, wo Gott (oder eben Apple) keine geschaffen hat. Merkt euch das!

Ihr kennt diesen Satz vielleicht von früher, als eure Mama, beim ersten Wunsch nach einem Piercing gemeint hat, dass Gott dort schon Löcher hingemacht wo die auch hingehören – und sonst nirgends. Alle, die das noch nie gehört haben waren entweder fad (und wollten kein Piercing) oder hatten einfach coole Mamas – sind dafür, weil ihnen diese wichtige Info fehlt, aber auch etwas empfänglicher für Youtube-Videos, wie das vom Channel TechRax. Die haben sich nämlich, wie so viele andere Medienformate auch, mit dem für viele schwer verdaulichen Verlust der Kopfhörerbuchse beim iPhone 7 auseinandergesetzt. Nur halt nicht in Form eines grantig-traurigen Plädoyers für das verlorene Loch, sondern als Video, das vorschlägt dieses Loch einfach selbst zu bohren. Im Video „Secret Hack To Get Headphone Jack on the iPhone 7“ („Geheimer Hack, um eine Kopfhörerbuchse zu bekommen“) wird einfach ein Loch in das Smartphone gebohrt, um damit die eigentlich eh vorhandene Buchse damit freizulegen, um dann einfach ein Audiokabel genau dort reinzustecken und Musik abzuspielen.

Genau das, muss viele – die damals von ihrer Mama den Satz mit den Löchern wie Gott sie wollte nicht gehört haben, so beeindruckt haben, dass sie selbst versucht haben das Loch freizubohren. In jedem Fall berichtet der Macher des Videos, in einer Stellungnahme gegenüber dem Guardian, dass er per Facebook und Twitter einige Privatnachrichten erhalten habe, in denen er übelst beschimpft worden sei, weil der Hack anscheinend nicht ganz so gut funktioniert habe, wie sie sich das erwartet hätten. Rund 11 Millionen Mal wurde das Video mittlerweile aufgerufen: Da ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass da auch der ein oder andere Trottel dabei ist.