Rolf Spectacles

    Rolf Spectacles

    Wiener Handwerk

    Am Holztrip

    Die Tiroler Brillen-Manufaktur ROLF Spectacles blickt dank einer glasklaren Vision mit natürlicher Zuversicht in die Zukunft.

    Text: Hannes Kropik

    Um neben den italienischen Weltmarktführern Luxottica (der mit Marken wie Ray Ban und Oakley 2015 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro erwirtschaftete) und Safilo (Carrera, Polaroid, Smith …) den Durchblick zu behalten, bedarf es neben einer visionären Idee jeder Menge Mut, Zuversicht und Dickköpfigkeit. Attribute, die das Tiroler Familienunternehmen ROLF Spectacles durchaus in sich vereint, wie Sprecher Christian Wolf gerne zugibt: „Als wir 2007 begonnen haben, war es praktisch unmöglich, bei Banken Kredit zu bekommen. Besonders, wenn da ein paar verrückte junge Leute aufmarschieren und sagen, sie produzieren Holzbrillen. Aber unsere damalige Kompromisslosigkeit ist heute unser großer Pluspunkt.“

    Die vier jungen „Verrückten“ waren Roland Wolf und seine Freundin Marija lljazovic, die zuvor beide für ein Berliner Designer-Label gearbeitet hatten, sowie Marys Bruder Martin und eben Rolands Bruder Christian; mittlerweile ist die Manufaktur auf mehr als 40 Mitarbeiter angewachsen. „Uns war klar, dass wir eine Nische besetzen mussten. Und mit dem Werkstoff Holz ist uns das gelungen.“ ROLF Spectacles konnten dank des eigenen Forschungs- und Entwicklungsteams mit Innovationen wie einem patentierten Verglasungssystem international rasch auf sich aufmerksam machen. Ein neues Scharniersystem ohne Schrauben brachte ihnen 2009 („schon bevor wir die erste Brille verkauft hatten!“) auf der Fachmesse in Paris den Silmo d´Or Award, also den Oscar der Brillenwelt, ein. Das Design entsteht am Computer, danach werden elf Furnierschichten gepresst und in die gewünschte Form gefräst. Insgesamt sind rund 80 Arbeitsschritte notwendig: „Jedes Exemplar ist ein Unikat.“

    Natürlich haben die exklusiven Brillen, die keinerlei Allergien auslösen, ihren Preis (ab 668 Euro), die Qualität, sagt Christian Wolf, spricht aber für sich: „Und nicht zuletzt passt das verwendete Holz zum Gedanken der Nachhaltigkeit.“

    Natürlich haben die exklusiven Brillen, die keinerlei Allergien auslösen, ihren Preis (ab 668 Euro), die Qualität, sagt Christian Wolf, spricht aber für sich: „Und nicht zuletzt passt das verwendete Holz zum Gedanken der Nachhaltigkeit.“

    Zeitraum: 25. bis 27. November 2016
    Dauer: Freitag und Samstag 10:00-19:00, Sonntag 10:00–18:00 Uhr
    Location: Sofiensäle, Marxergasse 17, 1030 Wien
    www.wiener-handwerk.at