Freeride Iran

    Freeride Iran

    Freeride Iran - Auf die Skihütten bei den Schiiten

    Ein Trip in eine andere Welt

    Sina Shamyani ist einer von 15 Millionen Teheranern – und einer der wenigen Skiprofis aus dem Iran. Im März wird er eine Gruppe österreichischer Wintersportler durchs Gelände seiner Heimat guiden. Und ihr könnt dank der Freeride Experience dabei sein.

    Text: Hannes Kropik

    Was das Skifahren angeht, sagt Sina Shamyani, so erinnert ihn das auf etwa 1200 Metern Seehöhe liegende Teheran durchaus an Innsbruck: „Rund um die Stadt liegen vier Skiressorts. Du kannst aus der City heraus eine Gondel nehmen und bist rasch auf einem Gipfel oben. Die Wintersaison dauert gute vier Monate und zehn Tage versprechen richtig fetten Pulverschnee.“

    Die Dimensionen sind halt andere, wenn man aus einer 15-Millionen-Metropole heraus einen zwölf Kilometer langen Gondeltrip unternimmt und dann im oberen Bereich des 3964 Meter hohen Tochal die Latten anschnallt. Dafür ist auf den Pisten und auch abseits davon deutlich weniger Betrieb als in den Alpen: „Skifahren ist sehr teuer im Iran, nur wenige Menschen können oder wollen sich diesen Sport leisten. Anders als in Österreich gehört Skifahren nicht zur Alltagskultur.“Was aber ähnlich wie in Europa ist, ist trotz aller gesellschaftspolitischer Unterschiede die lockere Stimmung in der Ski-Community: „Wir bewegen uns vollkommen frei, die Politik spielt in unserem Leben keine Rolle. Es geht nur um den Powder – und dann vielleicht noch um die gute Party am Abend.“

    Freeride Iran: Auf der Leinwand und im wirklichen Leben

    2015 durfte der heute 35-jährige Iraner, der mittlerweile vom Skifahren leben kann, seine Heimat verlassen, um im Rahmen des Freeride Filmfestivals den Film „We Ride in Iran: Salam Azizam“ zu präsentieren, die Sina mit dem Schweizer Regisseur Jules Guarneri gedreht hatte. Im Zuge der Tour durch Österreich und Deutschland kam der studierte Sportlehrer mit Festival-Mitorganisator Volker Hölzl ins Gespräch und aus der damals geborenen Idee entstand mittlerweile tatsächlich ein einmaliges Angebot: Über Freeride-Experience bietet Volker im März 2017 eine neuntägige Reise in den Iran an!

    Im Preis von 2.199 Euro (ohne Flug) sind unter anderem fünf Tage Freeride-Guiding in Dizin und Tochal mit Sina Shamyani und drei Tage Sightseeing in Teheran inkludiert, ebenso wie alle Übernachtungen (im Doppelzimmer mit Halbpension), Bustransfers und der Eintritt in den Golestanpalast in Teheran. Volker Hölzl verspricht ein unvergessliches Abenteuer: „Zuerst werden wir in die Kultur Teherans eintauchen und dann geht es für fünf Tage zum Freeriden. Das Gelände im Elbrus-Gebirge zeichnet sich aufgrund seiner Höhe, des trockenen Klimas und der gegen Norden ausgerichteten Skihänge durch eine ganz besondere Schneequalität aus.“

    Alle Infos zum Iran-Trip mit Volker Hölzls Freeride-Experience findet ihr hier.