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Ein echter Gentleman „Wien Edition“

Sarah Wetzlmayr

Egal was du tust, dir scheint dieses Gentleman-Gen einfach zu fehlen? Mit diesen 10 wichtigen Hinweisen bringst es (innerhalb Österreichs) auch du in die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen. 

Nicht nur als Frau muss man diesen Eindruck leider bestätigen: Nicht jedem Mann ist das Gentleman-Gen einfach in die Wiege gelegt worden. Glaubt man einer Studie des britischen Mode-Labels Peter Hahn kann jedoch jeder ein Gentleman sein. Man muss nur ein paar wichtige Punkte befolgen – und zwar all jene Dinge, die – laut dieser Studie – Frauen an einem echten Gentleman besonders schätzen wissen. Aber was bedeutet das jetzt für den typischen Wiener von nebenan.

_01. Die Grammatik macht’s. Das bedeutet, dieser Studie für den gemeinen Gentleman zufolge auch den Verzicht auf Umgangssprache. Kontrovers eigentlich, wenn es auf den richtigen Umgang mit Damen ankommt, denn der Umgang steckt ja quasi schon im Namen. Was bedeutet das nun für den Wiener Gentleman? Auf der Dialektskala von „Mundl“ zu Manuel Rubey downgraden. Sollte reichen.

_02. Nicht aus der Flasche trinken. Außer man trifft sich zu einem sportlichen Jogging-Date. Aber wer tut das schon? Sehr vereinfacht interpretiert bedeutet das für uns: Hüsn geht schon.

_03. Türaufhalten. Klassiker. Und so einfach. Wäre da nicht diese Flasche, äh Dose, in meiner Hand…

_04. „Gegessen wird was auf den Teller kommt“. Äh nein, falsches Sprichwort aus der Sprichwortkiste. Natürlich wird erst gegessen, wenn alle was auf dem Teller haben. Zum Glück geht das beim Würstelstand eh relativ schnell.

_05. Diskretion. Die Partnerin bei der Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin vor der ganzen Hühnerschar bloßzustellen geht natürlich gar nicht. Außerdem sollte man sich jegliche in diese Richtung gehende Energie ohnehin für den einzigen richtigen Ort und die richtige Zeit dafür aufsparen. Das bedeutet: Im Stammbeisl, nach dem dritten Bier.

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_06. Das richtige Besteck für den richtigen Gang. Kein Problem für uns. Siehe Punkt 4.

_07. Fluchen darf man in Gegenwart einer Dame nicht. Auf jeden Fall nicht außerhalb des normalen Fluchspektrums, das zu deinem Alltag in etwa so fix dazugehört wie deine Hausschlapfen. Dieses Fluchspektrum mit Füßen treten, sollte man halt in Gegenwart einer Dame nicht.

_08. Rülpsen und Schmatzen darf man nicht. Deshalb empfiehlt sich der Besuch einer Lokalität mit höherem Lautstärkenpegel. Schweizerhaus oder ähnliches.

_09. Lesen ist sexy. Nutze deshalb den Roman, den du schon seit Jahren am Nachtkastl liegen hast als Date-Tagebuch. Pro Frau ein Kapitel oder so. So hast du in einem Jahr einen vollständigen Roman gelesen. Lohnt sich doppelt.

_10. Der letzte Punkt lässt sich recht einfach bewerkstelligen. „Bitte“ und „Danke“ sagen. Allen Bobo-Ex-Montessori-Schülern sollte klar sein: Es lohnt sich auch noch in späteren Jahren diesen Soft Skill zu erlernen.

Foto: Getty Images