AKUT

Yoga wird männlich: Bieryoga

Sarah Wetzlmayr

Jetzt wird’s bierernst: Deine Freundin versucht schon seit Jahren, dich zum Yoga zu überreden? Das wäre doch ein sinnvoller Kompromiss.

Mit etwas Glück kann man mit Bier und Yoga dasselbe erreichen: Einen von der Schwere der Realität losgelösten Zustand des Daseins und eine Form der ultimativen Entspannung. Bei Bier kommt es vor allem auf Dosierung und Timing an. Yoga verlangt einem schon etwas mehr ab, um auch wirklich in diesen vom harten Boden der Wirklichkeit abgehobenen Zustand zu gelangen. Bier ist der Zauberteppich und Yoga das Zauberfloß, das man sich erst zusammenbauen muss. Sozusagen.

Findige und auch hippe Berliner Menschen haben diese Parallelen erkannt und Bieryoga nicht nur zu einer neuen Sportart, sondern zu einer neuen Lebensform erklärt. Das Zauberfloß schipperte daraufhin gleich nach Australien weiter, wo Bieryoga Beerpong in Punkto Popularität vermutlich bald ablösen wird. Dem Gründer – Jhula – ist es damit ernst: Bieryoga ist kein Spaß, sondern soll dafür sorgen, dass die Intensität des Yoga-Erlebnisses noch stärker wird. Durch den Genuss von Bier eben. Angeblich hat er es zum ersten Mal beim Burning Man Festival gesehen. Klingt plausibel. Die Einsteiger-Kurse versuchen den künftigen Bier-Yogis vor allem die Bier-Salutations und das Balancieren der Bierflasche auf dem Kopf näherzubringen. Kein Scherz, sondern bierernst. Yoga-Kenntnisse sind nicht erforderlich – einzig geistige Offenheit und eine prinzipielle Liebe zu Hopfen-Malz-Mischungen. Namaste.

Weitere Infos, sowie Termine zu Bieryoga-Events finden sich hier. Also lasst und alle gemeinsam den pinkelnden Hund machen. Denn der wird – bei gesteigertem Bier-Konsum während der Yoga-Einheit – sowieso unumgänglich sein.

Fotos @ facebook | Bieryoga