AKUT

Der Sex-Factor

Sarah Wetzlmayr

Heute habe ich leider kein Pornovideo für dich: Jetzt geht es um die nackten Tatsachen der Casting-Welt.

Das Casting-Format „The X-Factor“ war hierzulande eher weniger bekannt, durch diverse Ableger wie „Starmania“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ waren wir aber dennoch in der glücklichen Lage mitzubekommen, was sich am amerikanischen Casting-Horizont so tut. Und es blieb ja nicht nur beim Singen – andere Formate wie „Die größte Chance“ förderten Menschen in unterschiedlichsten Lebensbereichen (man denke nur an den Typen, der Songs gefurzt hat). Doch eine Berufssparte wurde bei all den vorhandenen Formaten immer ausgeschlossen: Die der Pornodarsteller.

Deshalb gibt es, zwar nicht im TV aber in der unendlichen Müllhalde (Internet), nun ein Format, das sich (vor allem) konzeptuell an all den Musik-Castingshows orientiert: „The Sex Factor“ begibt sich auf die Suche nach Nachwuchs-Pornodarstellern. Und das vor laufender Kamera. Läuft bei diesen Amerikanern. Zu gewinnen gibt es einen Job im Horizontalgewerbe, wie auch eine satte Million Dollar. Wer das Rennen am Schluss tatsächlich macht, entscheiden in jedem Fall nackte Tatsachen. Eine gewisse, angeborene Neigung zum physischen wie auch zum psychischen Exhibitionismus muss bereits vor der ersten Runde vorhanden sein. In den Entscheidungen geht es dann nämlich wirklich zur Sache: In der ersten Folge ging es beispielsweise beim „Blow Off“ um alles. Was hier passiert ist, lässt sich vom Namen der Episode recht einfach herleiten. Sonst verspricht die Sendung alles zwischen Analsex und Orgie.

Wer gewinnt, entscheidet das Publikum via Social Media. Doch selbstverständlich dürfen – wie bei jeder anderen Casting-Show auch – die Juroren nicht fehlen. Und die lesen sich wie eine Auflistung der Front Row bei den ersten internationalen Porno-Festspielen: Tori Black, Lexi Belle, Remy LaCroix und Keiran Lee. Produziert wird das Ganze vom Portal xHamster. „Wir haben heute leider kein Pornovideo für dich“.