AKUT

Alles für die Katz‘!

Sarah Wetzlmayr

 

Zeit für Cat Content: Ein Supermarktfilialleiter sammelt statt Treuepunkten lieber Veruntreuungspunkte. Alles klar?

Ein Tier zu besitzen bedeutet Verantwortung. Das lernt man schon im Kindergarten, wenn man sich den ersten Goldfisch aussuchen darf. Doch das vergisst man anscheinend auch genauso schnell wieder, vor allem während man die Karriereleiter verschwitzt und außer Puste nach oben kraxelt. Zum ersten Sportwagen gesellt sich dann genauso schnell die erste Rassekatze. Eh klar. Und ehe man sich versieht, wächst einem alles über den Kopf und die Katzenhaarbüschel einem scheinbar schon aus den Nasenlöchern. Da entwickelt sich schnell mal das Gefühl einer mit straffem Kordelzug zugeschnürten Kehle. Doch im Gegensatz zu Frau Samtpfote mit 1 x 1 km großer Ahnentafel lässt sich das nicht einfach mit einem ausgekotzten Haarknäuel wieder beheben – es müssen andere Wege und Mittel gefunden werden.

So – oder so ungefähr – muss es auch einem Supermarktfilialleiter und Besitzer einer Rassekatze ergangen sein. Um seine Rassekatze adäquat betreuen zu können, zweigte er eben mal 20.000 Euro aus seiner Zweigstelle ab. So lautete jedenfalls die Erklärung des 35-jährigen Katzenbesitzers. Auszugleichen versuchte er es, indem er Alkoholika zu Bruch gingen ließ oder seine Mitarbeiter dazu veranlasste. So verschwanden einige Whiskey- und Champagnerflaschen beinahe unbemerkt und die Katze des Filialleiters konnte standesgemäß behandelt werden. So, oder so ähnlich, kann es gehen, wenn der Cat Content auch im realen Leben Überhand gewinnt. Da schauen wir uns lieber weiterhin Katzen-Gifs an.