AKUT

Namedropping

Sarah Wetzlmayr

Sag mir deinen Namen und ich sag die wo du wohnst. Stimmt doch, oder?

_01. Leopold
_04. Paul
_07. Noah
_09. Friedrich
_10. Kevin
_11. Francois
_14. Gustav
_16. Am Yppenplatz: Nikon, Außerhalb des Yppenplatzes: Marcel
_22. Romeo-Sven
_23. Herbert

Es gibt wohl nichts, das in noch größerem Ausmaß von Vorurteilen belastet ist, als Vornamen. Das Präfix verbindet. So scheint es. Stellt sich jemand bei uns mit seinem Vornamen vor, haben wir gleich ein Bündel an Stereotypen im Kopf, die dort einen wilden Tanz vollführen. Eine Studie israelischer Wissenschaftler glaubt jetzt herausgefunden zu haben, dass viele Menschen tatsächlich dem mit ihrem Namen verknüpften Erscheinungsbild ähnlich sehen. Die Versuchspersonen waren im Stande, den zur Verfügung stehenden Namen die jeweils richtigen Personen zuzuordnen. Alles Zufall? Kann nicht sein. Und außerdem wird uns doch schon als Kindern gesagt, dass wir Menschen nicht nach dem Äußeren beurteilen sollen. Unseren Kindern werden wir das wieder sagen und trotzdem werden sie  mit einem Bündel sozialer Etikette in ihren Jackentaschen in die Welt hinausziehen und andere gut gelaunt damit bekleben. Denn auch das bestätigt die Studie: Vollkommen vorurteilslos läuft niemand herum. Der Studie zufolge funktioniert es aber auch andersherum – das Urteil anderer Menschen beeinflusst das Aussehen derer, über die geurteilt wird.

Und wenn wir schon ganz tief in der Vorurteilslade wühlen, dann gehen wir doch noch etwas tiefer rein und denken darüber nach, ob wir auch einen Donaustädter oder Floridsdorfer nur anhand seines Namens erkennen würden. Wir glauben schon. Wer sich in diesem Bereich noch nicht ganz so sicher wähnt, kann unsere Grafik ja zur Hilfe nehmen.