Pflege

Baumwolle, Hände

Seife aus Fukushima

Sandra Keplinger

Wen die Idee verstört, sich die Hände mit einer Seife zu waschen, die aus Fukushima kommt, hat prinzipiell recht. Aber nur prinzipiell.

LUSH verkauft neuerdings Seife aus Fukushima. Die Aktion hat natürlich einen Charity-Hintergrund. Sechs Jahre nach der Atom-Kastrophe im japanischen Fukushima, haben die Landwirte der Region ein offensichltiches Problem: Ihre Produkte finden keine Abnehmer. Regelmäßige Kontrollen der Region bescheinigen zwar, dass keine unmittelbare Gefahr mehr von den Erzeugnissen ausgeht, aber im Hirn des Konsumenten sitzt die Atomkatastrophe fest verankert.

Rapsöl Seife "Droo of Hope" von LUSH

Drop of Hope Rapsöl-Seife von LUSH (Credit: Lush)

Gewebte Hoffnung auf Fukushima

Die “Drop of Hope Gourmet Seife” von Lush besteht aus Rapsöl – einem Rohstoff, der zur Dekontamination von radioaktiven Gebieten ermöglicht. Radioaktive Isotope werden von der Rapspflanze aus den Böden gezogen. Das enthaltenen Ceasium ist wasserlöslich und bleibt an die Pflanze gebunden, während das Öl gefahrfrei gewonnen und weiterverarbeitet wird.

Am besten verschenkt man die Seife im dazugehörigen Knot Wrap aus japanischer Bio-Baumwolle, angelehnt an die Furoshiki-Tradition. Mit besagter Technik lassen sich mit einem einfachen Tuch eine Menge Dinge gestalten: Tragtaschen, Modeaccessoires oder ein praktisches Tragerl fürs Bier.

Lush unterstützt mit dem Verkauf der Knot Wraps das kooperative Unternehmen Iwaki Otento SUN, das in der Region für die Wiederbelebung der Landwirtschaft durch den Anbau von Bio-Baumwolle zuständig ist.