AKUT

Die verrücktesten Verbote der Welt

Sarah Wetzlmayr

Die Urlaubszeit steht an und natürlich informieren wir uns in angemessenem Ausmaß darüber wieviel Trinkgeld im auserwählten Reiseziel denn angemessen ist. Wer allerdings vor hat Singapur  kaugummikauend zu erkunden, der sollte jetzt runterschlucken. 

_01. Sinatras „My Way“ auf den Philippinen singen. Gäbe es ein Gesetz, das es nicht mehr erlaubt Songs beim Karaokesingen etwas schief und möglicherweise auch mit einer kleinen Portion Verarschung in die Welt hinauszugrölen, dann hätte wohl niemand von uns mehr ein ganz einwandfreies Strafregister. Dieses Verbot der „respektlosen Interpretation“ mancher Songs betrifft auf den Philippinen beispielsweise Frank Sinatras „My Way“. Trifft in diesem Fall dann also nicht ganz zu, mit dem „I did it my way“.

_02. Kaugummis in Singapur. Ihr kennt doch diese schwarzen Flecken auf den Gehsteigen. Besonders findige Spürnasen unter euch werden sich wohl schon gedacht haben, dass es sich dabei um Kaugummis handelt, die vollkommen hemmungslos auf unsere sauberen Wiener Straßen gespuckt wurden. In Singapur geht man mit diesem zugegeben zähen Thema mit etwas weniger Wurschtigkeit um und sprach ein Verbot gegen Kaugummis aus. Seit 2004 geht man nicht mehr ganz so rigoros gegen Kaugummikauer vor und erlaubt es zumindest auf ärztliche Anordnung.

_03. Im britischen Parlament sterben. Es lässt sich schon ganz gut vorstellen, dass man als Parlamentarier während einer Parlamentsversammlung ungefähr 1000 kleine Tode stirbt. Im Vereinigten Königreich ist das jedoch verboten. Also tatsächlich auf die andere Seite zu wechseln. Die Begründung liegt – wie die meisten Dinge, die sich auf der Insel begeben – im Königshaus selbst begraben: Das Parlament hat nämlich den gleichen Status wie der Palast der königlichen Familie. Wer also im Parlament stirbt, der muss ein staatliches Begräbnis erhalten. Schnell raus also mit dem Typen, der so seltsam weiß um die Nase ist.

_04. Nach 22 Uhr das Häusl besuchen in der Schweiz. Wir wissen ja, dass die Eidgenossen auf viele ihrer Eigenheiten sehr stolz sind. So vermutlich auch darauf, dass das nächtliche Entleeren der Blase verboten ist. Da heißt es zammzwicken oder eine spülungsfreie Methode entwickeln. Die Nachtruhe der Nachbarn soll durch solche Aktivitäten nämlich nicht gestört werden.

_05. Schmusen in der Öffentlichkeit in Dubai. Flitterwochen in einem Luxusressort in Dubai. Kann man machen, wenn man dieses – wie bereits fröhlich-frivol angekündigt – auch nicht verlässt. In Dubai ist öffentliches Schmusen nämlich gar nicht gerne gesehen. Da es bereits zu einigen Festnahmen verliebter Paare kam, gibt es auch eine Broschüre, die über diese kulturellen Differenzen hinweghelfen soll.