Garnele nach Pink Floyd benannt

Sarah Wetzlmayr

Ab und zu kann die Wissenschaft auch wirklich unterhaltsam sein. Vor allem wenn Garnelen mit im Spiel sind. 

Die Wissenschaft hat ja nicht gerade den Ruf besonders unterhaltsam zu sein. Auch die Meeresbiologie ist, trotz ihres zu erforschenden Gebiets, eine eher trockene Disziplin. Das ändert sich möglicherweise mit der Entdeckung einer neuen Garnelenart. Nicht etwa weil die Garnele an sich ein spaßiger Geselle ist, sondern weil es nun eine Garnelenform gibt, die nach der Popgruppe Pink Floyd benannt wurde. Die „Synalpheus pinkfloydi“ ist eine neu entdeckte Garnele, die mit ihren Scheren eine Blase formen kann, die dann mit lautem Knall implodiert. Der daraus resultierende Lärm kann die Beutetiere betäuben oder Feinde warnen. Es lässt dich nur vermuten, ob ein direkter Zusammenhang zwischen dem Aussenden dieses scheinbar ohrenbetäubenden Lärms (ja ja, wir wissen schon, dass die meisten Meerestiere keine Ohren in jenem Sinn haben, wie wir uns das vorstellen) und dem Namen dieser Tierchen besteht. Ein Konzert aus den Untiefen der Garnelen-Hochburgen möchte man sich vermutlich aber doch nicht geben. In diesem Sinne: Rock on – aber bitte unter Wasser.

Foto © Arthur Anker, Universidade Federal de Goiás