GENUSS

Weine von der Fastfoodkette

Johannes Wagner

Elf Vapiano-Restaurants gibt es derzeit in Österreich, sieben davon in Wien. Insgesamt gibt es 182 Restaurants in 32 Ländern. Jetzt startet die Restaurantkette mit einer neuen Weinkarte samt eigenem Wein-Sortiment und einem angekündigten Börsengang eine Offensive.

Vor kurzem feierte der Fastfood-Italiener sein zehnjähriges Bestehen in Österreich und gerade erst ist bekannt geworden, dass die Restaurantkette an die Börse gehen wird. So möchte man Geld für weitere Restauranteröffnungen einnehmen. Nun wird rund um den Börsengang das Sortiment der Restaurantkette erweitert. Vor allem die Weinkarte wird umstrukturiert. Eine Auwahl an internationalen und österreichischen Weinen soll in Zukunft auf der Karte Platz finden. Darunter findet man, wenig überraschend, Namen wie „Scheiblhofer“ oder, als gäbe es in Wien keine anderen Weine, den „Mayer am Pfarrplatz“. Und natürlich hat auch der österreichische Starwinzer und immer gut gelaunte oder leicht beschwipste TV-Star Leo Hillinger einen Wein auf die Karte gebracht. Das nicht gerade spannende Erlebnis, das man beim Essen hat, zieht sich also bis in die Weinkarte durch. Alles ist in Ordnung, überraschen wird man mit den Weinen aber niemanden. Vielleicht klappt das ja mit den Vapiano-Weinen.

© Vapiano © Vapiano © Vapiano
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© Vapiano

Neben den Produkten bekannter und weniger bekannter Weingüter, sollen auch eigene Weine, ein weißer und ein roter Wein sowie ein Prosecco, den Gästen zur Verfügung stehen. Damit soll der Gast zu jedem Gericht auch das passende Getränk bekommen. Dass die Kette damit zusätzliche Einnahmen lukrieren möchte, ist klar. Ausgewählte Tropfen aus Norditalien verspricht Vapiano seinen Besuchern, alle Weine sind vegan, man möchte ja niemanden vergraulen. Ob die Weine geschmacklich überzeugen können, bleibt abzuwarten. Neben der neu überarbeiteten Weinkarte gibt es auch neue laktosefreie und glutenfreie Gerichte, außerdem gibt es ein eigenes Vapioano-Eis in sechs verschiedenen Sorten, darunter auch zwei vegane Sorbets. Man geht bei Vapiano eben mit dem Lauf der Zeit, auch wenn etwas hinten nach.

 

Alle Fotos © VAPIANO