Party als Beziehungskleister

Alkohol ist der perfekte Beziehungskleister. Und das trifft nicht nur auf süße, klebrige Cocktails zu, sondern auf jegliche alkoholhaltige Getränke. 

Nichts ist so gesund für eine Beziehung, wie das gemeinsame Feiern. Man sollte in diesem Fall lieber uns, als all den Instagrammern glauben, die einem zu verklickern versuchen, dass gemeinsames Trainieren oder Kochen als Beziehungskleister absolut ideal sind. So gut wie Brownieteig und mindestens genauso klebrig? Das ist unsere Meinung nicht. Glaubt deshalb auch den ganzen Hashtags nicht und versucht schon gar nicht gemeinsam die perfekten Brownies herzustellen und dabei auch noch gut auszusehen, sondern macht lieber eine Flasche Wein auf. Denn seid euch mal ganz ehrlich, wie viele erste Dates, die zu Beziehungen oder zumindest beziehungsähnlichen Zuständen geführt haben, haben sich nüchtern abgespielt? Wir nehmen euch die Beantwortung dieser Frage und das mühsame Kramen im Erinnerungsschatz gerne ab und liefern die  Antwort auf die Frage lieber gleich selbst: Keines nämlich oder allerhöchstens eines – und das war vermutlich ein Kinodate und somit eigentlich gar kein Date, sondern ein angespanntes Nebeneinandersitzen mit zwischenzeitlicher Popcornfütterung.

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Genauso falsch wie der Instagram-Filter, der über das gemeinsame Brownie-Koch-Foto gestülpt wurde, ist nämlich auch die gefilterte Wahrheit, wie sie bei nüchternen Dates häufig aus einem raus kommt. Betrunken dagegen sprudelt die Wahrheit ganz ohne Filter einfach frei heraus. Meistens genauso frei und schnell wie der Spritzer zuvor. Und eventuell auch danach – aber dazu später. Das ist für den Anfang einer Beziehung gut und richtig so. Gemeinsames Feiern bildet alles ab, was man – sollte die Beziehung in eine Ehe ausarten – dort scheinbar erlebt. Die guten, wie die schlechten Zeiten. Die guten Zeiten, wenn man sich im gemeinsamen Feier-Rausch näher kommt nur um sich hinterher, beim betrunkenen Heimweg-Gelalle, noch ein bisschen näher zu kommen, wie auch die schlechten – nämlich die gemeinsam verbrachte Katerei am nächsten Tag. Vor allem das gemeinsame Katern hat etwas sehr Verbindendes an sich – vor allem wenn man sich in abwechselndem Kotz-Rhythmus zum Klo bewegt. Somit hat man an zwei Tagen gleich das gesamte Gefühlsspektrum abgedeckt und kennt die höchsten Höhen und tiefsten Tiefen des anderen bereits. Es gibt schließlich keinen romantischeren Instagram-Filter, als den, der sich über eure Gesichter legt, wenn euch beiden einfach nur speiübel ist.

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