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Einflussreichste Teens 2017: Wiener Schülerin dabei

Vergesst all die Miley, Lindseys und Ashleys dieser Welt – diese Wiener Schülerin ist ein wirklich cooler Teenager. 

Diese Meldung räumt mit gleich zwei verschiedenen durchaus populären Annahmen auf:

1. Österreicher oder österreichische Institutionen sind, vom Skisport einmal abgesehen, nie in irgendwelchen Bestenlisten vertreten. Wurscht, ob es sich dabei um österreichische Bildungseinrichtungen (Uni Wien im aktuellen Uni-Ranking auf Platz 165) oder wirklich einflussreiche Politiker handelt. Neuerdings ist ja eigentlich nicht mal auf die Schifahrer mehr Verlass.
2. Wenn es um einflussreiche Teenager geht, denkt jeder nur an Miley, Lindsey und die Olsen Twins (wobei die alle gar keine Teenies mehr sind, man aber trotzdem nur an sie denkt). Dass es abseits des internationalen Kiddy Contests auch wirklich kluge Teenager mit spannenden Ideen gibt, weiß so gut wie niemand.

Umso beeindruckender, dass die 16-jährige Wiener Schülerin Rayouf Alhumedhi es in die Liste der 30 einflussreichsten Teenager des „Time“-Magazins („The 30 Most Influential Teens of 2017“) geschafft hat. Schließlich haben durch ihre Initiative Millionen Frauen mit Kopftuch ein Emoji mit dem auch sie sich identifizieren können. Wie sie das gemacht hat? Einfach bei Apple und den Unicode-Bossen angerufen. So ähnlich auf jeden Fall . Da sie mit ihrem persönlichen Bedürfnis auf ein weltweites Anliegen aufmerksam machte, wurde schnell eine größere Kampagne daraus, die von niemand geringerem als Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian unterstützt wurde. „Ich denke, das Emoji wird die Welt indirekt beeinflussen, wenn Menschen, die gegen das Kopftuch oder den Islam im Allgemeinen sind, das Emoji auf ihrer Tastatur entdecken”, so Alhumedhi. Wäre wirklich besser, sich von diesem Emoji indirekt beeinflussen zu lassen als von 15o. Affen der sich die Augen zuhält. Genau das hat Rayouf Alhumedhi nämlich nicht getan – sich die Augen einfach zugehalten.

Vienna International School/Rayouf Alhumedhi