Mode: Kleider machen Leute

Die meisten Menschen geben sich große Mühe bei ihrer Kleiderwahl und entwickeln im Laufe der Jahre nach und nach einen eigenen Stil. Experimentiert man als Jugendlicher meist noch wild mit dem eigenen Aussehen herum, ist man als Erwachsener doch etwas festgefahrener in der Wahl des passenden Outfits, denn dieses muss oftmals nicht nur alltags-, sondern auch berufstauglich sein. Viele Menschen entscheiden hier nach persönlichem Geschmack und versuchen einen soliden Mittelweg zu finden. Doch die Kleidung spielt insbesondere im Alltag eine besonders wichtige Rolle, denn unser Eindruck von fremden Personen entscheidet sich nicht nur innerhalb der ersten Sekunden, sondern hängt auch zu einem Großteil von der getragenen Mode ab. Kleider machen Leute! – dies hat schon der Schweizer Gottfried Keller in seiner gleichnamigen Novelle gewusst und zu Papier gebracht.

Unbekanntes schneller einordnen

Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass wir Menschen im Alltag unter einer großen Reizüberflutung leiden würden, wenn wir komplexe Dinge nicht vereinfacht einordnen würden. Der erste Eindruck einer Person ist also häufig entscheidend, wie auch die Stereotypenforschung belegt. Sachverhalte werden dabei stark vereinfacht, was dazu führt, dass beispielsweise ein Anzugträger gänzlich andere Assoziationen in den Köpfen weckt als eine Person im Schmuddel-Look, weswegen die Mode mittlerweile eine übergeordnete Rolle spielt.


Kleidung clever einsetzen

Doch welche Kleidung ruft welche Assoziation hervor und wie kann man die Haltung fremder Menschen mit der Kleiderwahl bewusst lenken? Hierzu gibt es viele interessante Studien und Tests, welche Informationen zur Wirkung dieser geben und einem dabei verhelfen sein Geld sinnvoll in Mode investieren zu können. Ein offizielles Outfit, wie beispielsweise ein schickes Damenkostüm oder Anzüge für Männer, rufen in den meisten Menschen instinktiv das Gefühl hervor, der Träger würde sowohl im privaten als auch beruflichen Bereich besonders erfolgreich sein. Verwandte Assoziationen sind Durchsetzungsfähigkeit und Intelligenz. Ganz anders wirkt dies wiederum bei einem legeren Kleidungsstil. Hinter einem solchen schließen die meisten Menschen schnell auf einen besonders sympathischen und sozial veranlagten Menschen. Um die eigene Wirkung auf andere zu optimieren, empfiehlt es sich also tatsächlich einmal den psychologischen Aspekt bei der Kleiderwahl zu berücksichtigen.