Austrian Watch Stars – Matthias Breschan

Der WIENER sprach mit drei erfolgreichen Austro-Managern über ihr Leben am Puls der Uhrenszene. Matthias Breschan ist CEO Rado und führt das Unternehmen nach seiner Philosopie – hart, aber herzlich!

Der gebürtige Kärntner Matthias Breschan steht seit 2011 an der Spitze der zur Swatch Group gehörenden Marke Rado. Kratzfeste Uhren sind also sein Hauptbetätigungsfeld – Entwicklungsdynamik durch Teamwork ist sein Kredo.

WIENER: Sie stehen seit drei Jahren an der Spitze der renommiertesten und innovativsten Designmarke der Uhrenszene. Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am meisten?

Matthias Breschan: Ich glaube, das Beste an meinem Job steht in Relation mit der Wahrnehmung der Marke. Wir haben große Schritte nach vorne gemacht und mit Rado sowie unseren Produkten eine neue Ära eröffnet, ohne dass wir die DNA der Marke beeinträchtigt und den Status von uns als Pionier und Vorreiter in Verwendung von Hightech-Materialien verändert haben.

 
Waren Armbanduhren schon immer eine Passion von Ihnen oder kam das Interesse erst mit der ersten Tätigkeit in der Branche?

Bevor ich zu Rado gekommen bin, habe ich bereits für andere Uhrenmarken gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass Uhren sehr viele Menschen begeistern, und ich war definitiv immer einer von ihnen.

Es gibt in jedem Job Teilbereiche, die einem mehr oder weniger liegen. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Ehrlich gesagt, genieße ich meinen Job. Er bietet eine gute Mischung aus Geschäftsreisen, Kreativität und den Begegnungen mit Menschen.

Wie würden Sie sich als Chef beschreiben? 

Ein guter Manager sollte hart, aber herzlich sein – das ist Teil meiner Philosophie. Nur wenn ein Team effizient arbeitet, erzielt es seine beste Leistung, und das Wichtigste dabei ist eine positive Beziehung zwischen den Teammitgliedern. Das heißt, dass ein Manager manchmal auch schwere Entscheidungen treffen muss, damit die Marke einen langfristigen Nutzen davon hat. Es gibt viele Leitsätze von Management-Philosophien, aber mein Favorit ist folgender: „Sei niemals zu sehr vernarrt in deine eigene Strategie und die Vision der Entwicklung.“ Ich glaube an das Feedback von meinem Team, dem ich vertraue, und wenn wir nicht gemeinsam nach Lösungen suchen würden, könnten wir schnell Entwicklungsdynamik verlieren.

Sie reisen im Rahmen Ihrer Tätigkeit bestimmt sehr viel. Wie viele Tage des Jahres verbringen Sie denn im Flugzeug?

Es ist wahr, dass ich sehr viel auf Reisen bin, aber ich habe noch nie nachgezählt, wie viel Zeit ich im Flugzeug verbringe. Ich versuche immer, das Beste daraus zu machen, indem ich mich auf die Arbeit konzentriere oder etwas lese.

Wenn Sie wählen können, was ist beruflich Ihre liebste Destination?

Ich habe schon so viele tolle Plätze auf dieser Erde besucht, sodass es mir richtig schwer fällt, meine Lieblingsdestination zu bestimmen. Kärnten ist eines meiner liebsten Reiseziele und Heimat zugleich. Ich verbringe dann meistens zwei Wochen am Ossiacher See. Ein sehr ruhiger Ort – ideal zum Entspannen. Ich liebe es aber auch, in den Bergen zu sein und Ski zu fahren. In diesem Jahr freue ich mich auch schon ganz besonders auf Südafrika. Rado ist nämlich Partner des World Design Capital Cape Town 2014. Das ist ein spannendes Jahr für die Stadt – ich habe schon sehr viel Gutes gehört.

Dass Sie Rado-Träger sind, ist selbstredend. Welches ist derzeit Ihr Lieblingsmodell und warum?

Im Moment trage ich den Rado DiaMaster Automatik Chronographen in Plasma-Hightech-Keramik – ein schlichtes Design, aber durch seine Größe wirkt das Modell sehr männlich. Ich freue mich schon darauf, die Rado HyperChrome Touch Dual Timer zu tragen, die anlässlich der Baselworld 2014 lanciert wurde. Dieser Zeitmesser in der Farbe Cool Grey ist aus Hightech-Keramik und verfügt über zwei Zeitzonen – perfekt für Leute, die viel reisen. Die Uhrzeit und die Zeitzone werden nur durch eine Berührung eingestellt.