Trauferfeier für Udo Jürgens in Klagenfurt

Trauernde Weggefährten und Fans haben sich am Dienstag im Klagenfurter Stadttheater von dem verstorbenen Entertainer Udo Jürgens verabschiedet

Im Foyer war unter einem Bild des Künstlers ein schwarz verhüllter Flügel aufgebaut, darauf lagen Rosen. Leise tönte melancholische Klaviermusik aus den Lautsprechern, während sich die Trauernden in ein Kondolenzbuch eintrugen.

Das Medieninteresse war groß. Bürgermeister Christian Scheider und Vizebürgermeister Wolfgang Germ legten einen Kranz nieder. „Die Stadt Klagenfurt verneigt sich vor ihrem Ehrenbürger Prof. Udo Jürgens“, war auf der Schleife zu lesen. Im Kondolenzbuch bedankten sich die Trauernden beim Verstorbenen für seine Lieder und die schönen Stunden, die sie mit ihnen erlebt hatten. „Alles Gute bei deiner Reise ins Licht“, wünschte einer.

Rührende Erinnerungen

Fritz Kuchler, Klagenfurter Unternehmer und Jugendfreund von Udo Jürgens, sagte, die Nachricht vom Tod des Musikers sei ein „schreckliches Erwachen“ gewesen. Einst habe er mit Jürgens bei der selben Klavierlehrerin das Instrument gelernt. „Jetzt ist er vorausgegangen“, sagte Kuchler zur APA. Eine ältere Dame im Pelzmantel legte eine Rose auf das Klavier und sagte: „Wir haben ja seine Lieder.“


Die Idee zu der Installation mit dem verhüllten Klavier im Stadttheater stammt vom Bruder des Verstorbenen, dem Maler Manfred Bockelmann. Bei der Kranzniederlegung war dieser aber nicht anwesend.

Udo Jürgens war am 21. Dezember in der Schweiz bei einem Spaziergang zusammengebrochen. Er starb mit 80 Jahren im Krankenhaus von Münsterlingen an Herzversagen.