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Der coolere Pink Floyd – Nick Mason live in Wien

Franz J. Sauer

Vergangenen Mai brachte Ex-Pink Floyd Mastermind Roger Waters seine megalomanische „Us+Them“-Show in der Wiener Stadthalle. Die weitaus coolere Werkschau liefert am 19.9. allerdings Floyd-Drummer Nick Mason.

„Money“, „Us and Them“, „Another Brick in the Wall“, „Comfortably Numb“ – all die großen Welt-Hits aus den Siebziger-Jahren, als die Pink Floyd vom Londoner Underground-Tip zur größten Stadion-Rockband der Welt aufstiegen, hatte Roger Waters im Programm, als seine gigantische „Us+Them“-Weltournee in Wien Station machte. In dieser Disziplin liefert sich Waters seit mehr als 30 Jahren ein Match mit dem zweiten Floyd-Frontmann David Gilmour um die beste Ex-Floyd-Covershow der Welt.

Nun steigt ein weiteres Ex-Mitglied der legendären Rock-Saurier in den Ring: Nick Mason, der Drummer der Truppe und übrigens das einzige Bandmitglied, das nicht nur auf allen LPs mitgespielt hat, sondern definitiv auf allen Pink Floyd-Konzerten, die jemals gespielt wurden, die Trommeln bearbeitete (keines der anderen Bandmitglieder kann oder konnte das von sich behaupten) hat ebenfalls eine kleine, feine Truppe von Musikern zusammengewürfelt, um ein paar der guten, alten Floyd-Werke zu zelebrieren. Und bringt diese am 19. September in die Wiener Stadthalle.

Allerdings nehmen sich „Nick Mason’s Saucerful of Secrets“ bewusst die Frühwerke von Pink Floyd zur Brust, um sich eben nicht am selben Repertoire wie die beiden nach wie vor solo tourenden Frontmänner David Gilmour und Roger Waters abzuarbeiten. Anders als seine beiden, sendungsbewussten Ex-Kollegen tritt Nick Mason bei der Chose wohltuend in den Hintergrund. Es geht vorrangig um die Musik und den Sound von Alben wie „The Piper At The Gates Of Dawn„, „A Saucerful Of Secrets“ oder dem legendären Live-Experimental-Doppelwälzer „Ummagumma“, also eben jenes Floyd-Ouevre, das lange vor „The Dark Side Of The Moon“ materialisierte, in dem noch Gründungs-Frontmann Syd Barrett eine gewichtige Rolle spielte – und das dem massengeläufigen Floyd-Sound eher nicht entspricht.

Den Backstage- Shot der Band (Guy Pratt, Gary Kemp, Lee Harris, Dom Beken und Nick Mason v.l.n.r.) schoß niemand Geringerer als die legendäre Jill
Furmanovsky. Foto: (c) Jill Furmanovsky

Nick Mason live 1971 © Wikipedia

Die Band hat fünf Mitglieder, neben Mason an den Trommeln und „Spandau Ballet“s Gitarrist Gary Kemp bedient Dom Beken die Keyboards. Tickets für die Show gibt es HIER.

Plakat Wiener Stadthalle

Hier ein bisserl was zum einstimmen:

Und hier noch einen ganz witzigen Youtube-Link, wo Mason und Waters sich gemeinsam eine Hetz mit uns Floyd-Fans machen: