Orient Mako bekommt zweite Zeitzone
Orient schickt die Mako-Taucheruhr erstmals mit einer zweiten Zeitzone ins Rennen.

Die neue Orient Mako GMT kommt in vier Farben plus einer auf 4.000 Stück limitierten Edition, Preise starten bei 569,99 Euro, erhältlich über den Fachhandel in Europa.
Wer beruflich zwischen Zeitzonen pendelt, kennt das Ritual: zweite Armbanduhr einpacken, auf Heimatzeit gestellt, während die erste am Handgelenk die Ortszeit zeigt. Wer sich das ersparen will, braucht eine GMT-Uhr, eine zweite Zeigergarnitur, die die zweite Zeitzone gleich mitliefert. Bisher kannte man das vor allem von teureren Marken oder von Seiko. Jetzt zieht Orient nach, und ausgerechnet mit seinem bekanntesten Einstiegsmodell.
Die Mako ist bei Orient seit den 1960er-Jahren die Taucheruhr fürs kleinere Budget, robust, unprätentiös, ohne viel Chichi. Fast sechzig Jahre kam sie mit drei Zeigern aus. Zum 75-jährigen Bestehen der 1950 in Hino bei Tokio gegründeten Marke bekommt sie nun erstmals eine echte Komplikation dazu, vorgestellt am 19. August 2026 gemeinsam mit der Rückkehr der Kamasu und einer neuen, kleineren Bambino.
Was kann die Mako GMT?
Ein zusätzlicher 24-Stunden-Zeiger läuft einmal täglich ums Zifferblatt und zeigt in Kombination mit der drehbaren Lünette eine zweite Zeitzone an. Die Lünette lässt sich, anders als bei den meisten reinen Reise-GMTs, nur in eine Richtung drehen, ein Sicherheitsdetail aus der Taucheruhr-Welt, das verhindert, dass sich die Zeit beim Tauchen ungewollt verstellt. Wer den Stundenzeiger unabhängig verstellen will, um beim Zeitzonenwechsel einfach an der Krone zu drehen, wird mit der Mako GMT allerdings nicht glücklich, dafür fehlt die entsprechende Mechanik. Was die Uhr aber kann: 200 Meter Wasserdichtigkeit, Saphirglas statt Mineralglas, verschraubte Krone und Boden, dazu das hauseigene Automatikkaliber F6P22 mit über 40 Stunden Gangreserve und einer für diese Preisklasse ungewöhnlich transparent angegebenen Ganggenauigkeit von plus 25 bis minus 15 Sekunden pro Tag.
Welche Farben gibt es?
Zum Marktstart stehen vier reguläre Zifferblattfarben zur Wahl: Schwarz, Grün, Marineblau und Orange, jeweils mit zweifarbiger, auf das Zifferblatt abgestimmter Lünette. Dazu kommt eine auf 4.000 Stück limitierte Sonderedition mit einem Zifferblatt im Blauverlauf, das an den Himmel aus dem Flugzeugfenster erinnern soll, cremefarbenem GMT-Zeiger und einer im Gehäuseboden eingravierten Seriennummer. Der Vertrieb läuft über den offiziellen Orient-Webshop sowie über autorisierte Fachhändler in ganz Europa, in Österreich etwa über spezialisierte Uhrenhändler.
Was kostet die Uhr?
Die vier Standardfarben kosten laut Orients DACH-Preisliste 569,99 Euro, die limitierte Blauverlaufs-Edition 599,99 Euro. Damit positioniert sich die Mako GMT klar unter den etablierten Schweizer Einstiegs-GMTs, aber auch spürbar über der eigenen, GMT-losen Mako, die bei rund 470 Euro beginnt. Für die 100 Euro Aufpreis bekommt man ein zusätzliches Kaliber, Saphirglas statt Mineralglas und eine echte Komplikation, ein Geschäft, das sich zumindest auf dem Papier ausgeht.
Auf einen Blick
Modell: Orient Mako GMT (Referenzen RA-BC0001B bis RA-BC0005L)
Werk: Kaliber F6P22, Automatik mit Handaufzug, 22 Steine
Gehäuse: 42,8 mm Durchmesser, 13,4 mm Höhe, Edelstahl
Glas/Wasserdichtigkeit: Saphirglas, 200 m
Preis: 569,99 Euro (Standardfarben), 599,99 Euro (Limited Edition)
Erhältlich: orientwatch.de sowie Fachhändler in Europa
Fotos: © Orient Watch
Ob sich die feine Rasterung der Lünette und der Farbverlauf der Limited Edition am Handgelenk so überzeugend anfühlen wie auf den Pressefotos, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Fest steht: Nach fast sechzig Jahren als reine Drei-Zeiger-Uhr hat die Mako gelernt, gleichzeitig zwei Zeiten zu erzählen, und bleibt dabei erstaunlich nah an ihrem ursprünglichen Preis.




