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REISE

Allein, aber gut vernetzt

28 Prozent der 18- bis 74-Jährigen in Österreich fühlen sich zumindest gelegentlich einsam, das sind rund 1,83 Millionen Menschen. Bildungsreisen sollen helfen, sagt EF Sprachreisen, und meint damit ausdrücklich nicht nur Schüler.

Von Redaktion · 21. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit
Senior:innen mit Doktorhüten bei einer EF Sprachreise: Bildungsreisen gegen Einsamkeit in Österreich
Lernen kennt kein Pensionsalter: EF bietet Sprachreisen auch für Senior:innen an. © EF Sprachreisen

Einsamkeit in Österreich ist kein Randthema für Statistiker, sondern ein Phänomen, das sich quer durch die Altersgruppen zieht. Der Sprachreise-Marktführer EF will zeigen, dass gemeinsames Reisen und Lernen Barrieren abbauen kann, und hat dafür sein Büro mitten in Wien.

Man kennt das aus der Stadt: Das Kaffeehaus ist voll, die Straßenbahn auch, und trotzdem sitzt man am Abend allein vor dem Handy. Die Zahlen dazu liefert die Befragung „So geht’s uns heute“, die Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums durchführt. Im zweiten Quartal 2025 gaben rund 28 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 74 Jahren an, sich in den vergangenen vier Wochen zumindest gelegentlich einsam gefühlt zu haben. Rund acht Prozent fühlten sich „immer“ oder „meistens“ einsam.

Die Jungen sind nicht die Ausnahme

Wer Einsamkeit für ein Alters-Thema hält, wird von den Daten überrascht. Unter den 18- bis 34-Jährigen berichten laut Statistik Austria zwölf Prozent, sich „immer“ oder „meistens“ einsam zu fühlen, bei den über 65-Jährigen sind es fünf Prozent. Social Media ersetzt echte Begegnungen eben nicht.

EF verweist in seiner Aussendung zusätzlich auf höhere Werte in späteren Lebensphasen: Bei den 50- bis 64-Jährigen vermissen demnach 23 Prozent regelmäßige Gesellschaft, bei den über 80-Jährigen sogar 45 Prozent. Gerade für ältere Menschen, so die Argumentation, fehlen im Alltag oft Räume, um neue Kontakte zu knüpfen. Die Zahlen stammen aus der EF-Aussendung und sind mit den Hauptwerten des Statistik-Berichts nicht unmittelbar vergleichbar, weil je nach Messung andere Fragen zugrunde liegen.

Warum Reisen Brücken baut

Das Verlassen der gewohnten Umgebung und das Verfolgen gemeinsamer Ziele gelten als wirksame Mittel, soziale Barrieren abzubauen. Bei EF dient das Interesse an neuen Sprachen, Kulturen und Reisen als Brücke zu Gleichgesinnten, und die gemeinsamen Erlebnisse und Lernziele schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit.

Lena Buchegger, Country Managerin EF Sprachreisen Österreich
Lena Buchegger leitet EF Sprachreisen in Österreich und sieht in Bildungsreisen mehr als Vokabeltraining. © EF Sprachreisen

„Wenn Menschen auf diese Weise zusammenkommen, um eine neue Sprache zu lernen, passiert weit mehr als reiner Vokabelerwerb. Sie verbinden Menschen, fördern persönliche Weiterentwicklung und schaffen authentische Begegnungen, die keine KI ersetzen kann“, erklärt Lena Buchegger, Country Managerin EF Sprachreisen Österreich.

Sie ergänzt: „Ganz egal, ob es der erste Auslandsaufenthalt ohne Eltern ist oder jemand mit über 70 eine neue Kultur kennenlernen möchte: Spielerisches Lernen vor Ort und das gemeinsame Erleben neuer Eindrücke verbinden ungemein. Aus Fremden werden oft innerhalb kürzester Zeit Wegbegleiter und teils lebenslange Freunde.“

Ein Angebot von 7 bis 99 Jahren

Das Spektrum reicht laut EF von Feriencamps für Kinder und Jugendliche über Gap-Year- und Au-Pair-Programme bis zu Executive Education und Sprachreisen für Erwachsene und Senior:innen. Schon Kinder ab sieben Jahren können erste Auslandserfahrungen gemeinsam mit Gleichaltrigen sammeln und dabei neue Freundschaften knüpfen. Eine Einordnung zum Thema Sprachen und Reisen bietet auch unser Beitrag Sprachreisen: Eine neue Sprache nicht nur lernen, sondern leben.

EF bezeichnet sich als weltweiten Marktführer mit mehr als 60 Jahren Erfahrung und betreibt rund 50 eigene Sprachschulen an Standorten weltweit. Die Betreuung kommt nach Unternehmensangaben aus einer Hand, von der ersten Beratung über Flug, Transfers und Unterkunft bis zum Sicherheitskonzept vor Ort. Preise nannte die Aussendung nicht, sie hängen vom gewählten Programm ab und sind bei EF anzufragen.

Beratung auf der Kärntner Straße

Wer es lieber persönlich mag, muss nicht weit fahren. In Österreich ist EF mit einem eigenen Standort vertreten, an dem ein 20-köpfiges Team Kundinnen und Kunden persönlich betreut. Das Büro in der Kärntner Straße 11, 1010 Wien, ist von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr besetzt und bietet täglich persönliche Beratungstermine an.

Ob eine Sprachreise die Einsamkeit tatsächlich löst, kann eine Aussendung nicht beweisen, und EF ist selbstverständlich Anbieter in eigener Sache. Aber die Diagnose stimmt: Dort, wo man sich nicht ohnehin schon kennt, fängt das Gespräch oft erst an. Manchmal reicht dafür ein gemeinsames Ziel und ein Flug über die Grenze.

Quellen: Statistik Austria, „Einsamkeit in Österreich“ (Befragung „So geht’s uns heute“, Bericht vom Dezember 2025, im Auftrag des Sozialministeriums); Aussendung von EF Sprachreisen.