AKUT

Zombies jagen leicht gemacht

Vorsicht vor den Zombie-Jägern

Hannes Kropik

Diese Nachricht erklärt vielleicht, warum ein Typ wie Donald Trump US-Präsident werden könnte: Im Bundesstaat Minnesota wurde ein Mann verhaftet, weil er auf Zombies schoss – mit echter Zombie-Abwehr-Munition, immerhin.

Text: Hannes Kropik

Gut, der 24-jährige Ryan Matthew St. dürfte ordentlich betankt gewesen sein, als ihn die Polizei von North St. Paul am vergangenen Samstag um 5 Uhr morgens aufgegriffen hatte. Nachbarn hatten einen Schuss gemeldet und den Klang von zersplitterndem Glas. Und tatsächlich hatte eine Geschoß ein Fenster durchschlagen und einen schlafenden Mann offenbar nur knapp verfehlt. So weit, so normal, möchte man meinen.


Doch der gute Ryan, der von der Polizei mit einem umgehängten Sturmgewehr überrascht wurde, hatte eine irgendwie irritierende Ausrede parat: Er wollte nur die Nachbarschaft beschützen und habe deshalb auf den Zombie geschossen. Auf den Zombie? Ja, auf den Zombie. Alles klar.

Und jetzt wird es tatsächlich eine Spur verrückt: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (andere Quellen sprechen vom Land der unmöglichen Begrenztheiten) kann man ganz leicht Zombie-Munition im Internet erstehen! 21 muss man halt sein. Das besondere an dieser .223-Kaliber-Munition, die in Packungen zu je 20 Stück um 21,49 Dollar (plus Versand) verkauft wird, ist die neongrüne Polymer-Spitze. Sie wurde speziell für die Jagd auf Zombies entwickelt und soll eine verheerende Wirkung auf Untote haben, wie der Beipacktext verrät. Und dazu der wichtige Zusatz: „Sie können nicht sicher sein, wann die bevorstehende Zombie-Apokalypse beginnt, also bereiten Sie sich rechtzeitig vor.“

Die Mutter von Ryan Matthew St. legt übrigens Wert auf die Tatsache, dass bei ihrem Buben bisher keinerlei Anzeichen von Geisteskrankheiten feststellbar gewesen wären.