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Der Ball ist rund, der Court ist neu

Der Padel-Klub smash ist seit März in Niederösterreich und Kärnten aktiv und wächst rasant weiter. Fünf Monate nach dem Start zählt die Kette 25 Courts, rund 200 sind in der Pipeline, und mit den Ex-Nationalspielern Marc Janko und Balázs Dzsudzsák steigen zwei neue prominente Investoren ein.

Von Redaktion · 3. September 2026 · 3 Min. Lesezeit
Spieler beim Aufschlag auf einem Padel-Court von smash in Österreich

Der Ball ist rund, hat einst Sepp Herberger gesagt, und ein Spiel dauert neunzig Minuten. Für Marc Janko war das jahrelang die einzige Wahrheit, die zählte: als Mittelstürmer der österreichischen Nationalmannschaft, als Legionär in der Schweiz, in der Türkei, in China. Jetzt schlägt er keine Bälle mehr mit dem Fuß, sondern mit einem Schläger über ein Netz, das kaum höher reicht als sein Knie. Janko ist frischgebackener Investor bei smash, dem jüngsten Padel-Klub des Landes, und er kommt nicht allein: Auch der ungarische Ex-Teamspieler Balázs Dzsudzsák hat gerade eingeschlagen.

Für die beiden ist Padel offenbar das, was für viele Fußballer nach der Karriere der Golfplatz war, nur schneller, lauter und mit mehr Publikum am Netz. Und für smash ist es der nächste Beweis, dass sich die Investorenliste eines noch nicht einmal ein halbes Jahr alten Unternehmens inzwischen liest wie ein Society-Wer-ist-wer.

Von drei Courts auf über zweihundert

Im März ist smash mit großen Plänen angetreten, im Mai eröffnete der erste Standort in Bruck an der Leitha. Juni folgte Mitterndorf, im August kamen Pörtschach am Wörthersee und Pottendorf dazu, dazu der übernommene Standort Trumau. smash ist damit aktuell in Niederösterreich und Kärnten vertreten, mit 25 Courts in Betrieb oder Bau und weiteren 40 in Entwicklung. Die gesamte Pipeline umfasst nach Angaben des Unternehmens rund 200 Courts. Im Oktober folgen Schwadorf, Breitenfurt und Hainburg, im Dezember eröffnet mit Brunn am Gebirge der erste Standort mit Indoor-Courts.

Wer steckt eigentlich hinter smash?

Neben Janko und Dzsudzsák zählen Tennis-Star Dominic Thiem als Investor und strategischer Partner, Unternehmer und Winzer Leo Hillinger sowie die ehemaligen Rapid-Profis Guido Burgstaller, Marco Grüll und Maximilian Hofmann zu den Geldgebern. Dazu kommen die PlanRadar-Gründer Sander Van de Rijdt und Ibrahim Imam, das deutsche Family Office KT-Ventures, Ex-Liechtenstein-Group-Chef Johannes Meran, Ex-woom-Chef Paul Fattinger und Bank-Gutmann-Vorstand Meinhard Platzer. „Es war ein No-Brainer, mich bei smash zu beteiligen, denn jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich den Padelsport liebe“, sagt Janko. Dzsudzsák sieht vor allem die Mischung: „Was mir an Padel gefällt, ist diese Mischung aus Wettbewerb, Spaß und Gemeinschaft.“

Mehr als nur ein Platz

Dass sich daraus so schnell eine Community entwickelt, hat offenbar selbst das smash-Team überrascht. Die ersten Workshop-Serien waren innerhalb weniger Tage ausgebucht, in regionalen WhatsApp-Gruppen verabreden sich rund 300 Mitglieder zu Matches, und ein eigenes Ambassador-Programm soll jedem Standort ein lokales Gesicht geben. Auch abseits des Courts läuft es: Die Nachfrage nach Merchandise war laut Unternehmen zeitweise größer als die Produktion, im Herbst und Winter sollen weitere Drops folgen.

Der nächste Aufschlag ist international

Während in Österreich weiter ausgebaut wird, plant smash bereits den Sprung nach Deutschland und Ungarn, dazu große Multi-Sport-Hallen in Ballungszentren. Für das erste Halbjahr 2027 ist eine eigene Turnierserie angekündigt, im Herbst 2026 soll die Website relauncht werden. Wer selbst aufschlagen will, zahlt auf der offiziellen smash-Website ab 49 Euro im Monat für ein Fixabo, Einzeltraining kostet 60 Euro pro Stunde.

Der Ball ist eckig geworden, könnte man bei smash sagen, seit Janko und Dzsudzsák umgestiegen sind. Das Prinzip ist trotzdem dasselbe geblieben: Wer gewinnen will, muss ihn treffen.