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REISE

Klein-Kanada, aber mit Kamin

Montenegro nennt sich gern das kleine Kanada der Adria, und der Winter beweist es: mit Kamin, Fjordblick und zwei neuen Nobelherbergen an der Boka-Bucht.

Von Redaktion · 13. September 2026 · 3 Min. Lesezeit
One&Only Portonovi an der Boka-Bucht in Montenegro, Winter in Montenegro Luftaufnahme

Zwischen Bergen und der UNESCO-Bucht von Kotor machen One&Only Portonovi und SIRO Porto Montenegro den Winter in Montenegro zur ruhigsten und zugleich aktivsten Reisezeit des Jahres.

In jedem Zimmer ein offener Kamin: Das ist im One&Only Portonovi kein Deko-Gag, sondern Standardausstattung. Wer im Jänner an die Adria bucht, rechnet erfahrungsgemäß mit Novemberwetter und Enttäuschung. Tivat straft diese Erwartung: Die Temperaturen fallen laut Betreiberangaben auch im Winter kaum unter den Gefrierpunkt, während die Boka-Bucht, seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe, in dieser Jahreszeit fast menschenleer daliegt. Genau darauf haben zwei sehr unterschiedliche Nobelhäuser ihr Programm geschärft: das palastartige One&Only Portonovi und, zwanzig Bootsminuten entfernt, das junge SIRO Porto Montenegro.

Boka-Bucht mit Kircheninsel bei Dämmerung, Montenegro
Die Boka-Bucht bei Dämmerung: UNESCO-Weltkulturerbe seit 1979. © One&Only Portonovi / Kerzner International

Feuer im Zimmer, Fjord vor der Tür

Das One&Only Portonovi liegt wie hingegossen zwischen Bucht und Bergen, venezianisch verspielt in der Architektur, mit Villen, Suiten und Zimmern, die allesamt einen Kamin besitzen. Mit dem hauseigenen Wanderführer geht es auf kleinere oder größere Touren durch die Berge hinter Herceg Novi, mit Blick auf das Weltkulturerbe der Bucht. Nachmittags ruft das Chenot Espace, ein Schweizer Spa-Konzept mit einem der aufwendigsten Longevity- und Detox-Programme der Region, und abends wechseln sich vier Adressen ab: das mediterran-japanische Tapasake direkt am Wasser, das italienische Sabia mit Bergblick, das Steakhouse La Veranda und, für den kleineren Hunger, Caminetti mit Afternoon Tea und Kaminfeuer. Das Forbes Travel Guide zeichnet das Haus mit fünf Sternen aus, EarthCheck mit einer Gold-Zertifizierung für nachhaltigen Betrieb.

Villen mit Kamin im One&Only Portonovi, Montenegro
Die Villen des One&Only Portonovi, jede mit eigenem Kamin. © One&Only Portonovi / Kerzner International

Was kann das neue SIRO?

Nur zwanzig Bootsminuten weiter liegt mit SIRO Porto Montenegro die junge Schwester im Konzern: Erst im April 2025 eröffnet, ist sie erst das zweite Haus der Fitness- und Recovery-Marke von Kerzner International nach Dubai. Auf mehr als 1.600 Quadratmetern trainiert man im Fitness Lab mit eigener Experience Box für HIIT-Programme, Reformer Pilates und einem 25-Meter-Pool mit ausfahrbarem Dach. Danach folgt im Recovery Lab, was der Name verspricht, von Kompressionstherapie bis Rotlicht, dazu ein Zen Room mit Himalaya-Salzwand. Ernährung ist keine Nebensache: Eine hauseigene Ernährungsberatung analysiert Körperwerte und stellt den Speiseplan zusammen, während SIRO Table und die Rooftop-Bar SIRO Social mediterran-balkanisch kochen, alkoholfrei mixen und den Blick über die Bucht dazuliefern. Für längere Aufenthalte gibt es erstmals auch SIRO-Apartments mit ein bis drei Schlafzimmern, mitten im belebten Marina-Dorf Porto Montenegro mit seinen Boutiquen, Galerien und Beach Clubs.

Buchen ohne festen Preis

Einen fixen Zimmerpreis nennt keines der beiden Häuser öffentlich, beide arbeiten mit saisonalen Raten und Frühbucher-Rabatten. One&Only Portonovi gewährt bei früher Buchung bis zu zehn Prozent Nachlass, gültig für Aufenthalte bis 8. Jänner 2027, inklusive Frühstück, Spa-Zugang und Parkplatz. In der Hochsaison gelten Mindestaufenthalte von drei Nächten für Zimmer und fünf für Suiten und Villen. Wer konkret plant, bucht am besten direkt bei den Hotels oder über ein Reisebüro mit Zugang zum Kerzner-Vertrieb. Praktisch für die Anreise: Bis Dubrovnik ist es von der Boka-Bucht nur eine knappe Autostunde. Wer die Strecke selbst schon einmal gefahren ist, weiß, wie schnell sich die Landschaft von der kroatischen Perle in die montenegrinische Stille verwandelt.

Klein-Kanada nennt sich Montenegro selbst, mit einem Augenzwinkern, das nicht ganz falschliegt: Fjorde, Berge, stille Buchten. Nur brennt hier der Kamin im Zimmer statt der Holzofen in der Berghütte, und den Winter verbringt man, anders als in Kanada, tatsächlich am Meer.