Lissabon im goldenen Herbstlicht
Martinhal Lissabon schickt zwei Adressen ins Rennen um die schönste Nebensaison des Jahres. Zwischen Oktober und Dezember zeigt sich die Stadt am Tejo golden, mild und kulturell in Hochform – vom Boutiquehotel im Chiado bis zum modernen Businessviertel Parque das Nações.

Wer im Oktober durch die Rua das Flores geht, versteht, warum Lissabon seinen Ruf als Stadt des Lichts verdient. Die Sonne steht tiefer, die Kalksteinfassaden und Azulejos nehmen einen bernsteinfarbenen Ton an, und aus offenen Fenstern zieht der Duft von gegrilltem Fisch über das Kopfsteinpflaster. Der Sommer mit seinen vierzig Grad und den überfüllten Aussichtspunkten ist vorbei, die Stadt gehört wieder ein bisschen mehr den eigenen Leuten, und jenen Reisenden, die das Timing verstanden haben.
Genau in diese Lücke zwischen Hochsaison und Weihnachtsrummel positioniert sich Martinhal Resorts mit zwei Häusern, die kaum unterschiedlicher sein könnten und doch derselben Idee folgen: familienfreundlicher Luxus, der ebenso für Paare, Solo-Reisende und Digital Nomads funktioniert. Nebensaison-Charme kennt man mittlerweile aus mehreren europäischen Hauptstädten, zuletzt etwa aus Zagreb, wo Kultur und Kulinarik ganz bewusst außerhalb der Stoßzeiten inszeniert werden.
Martinhal Lissabon im Chiado
Das Martinhal Lisbon Chiado residiert in einem 1855 erbauten Stadthaus an der Rua das Flores, einer der engen, steilen Gassen der Altstadt. Fünf Sterne, aber kein Palast-Pathos: Backsteingewölbe, hohe Decken und Parkettböden treffen auf zeitgenössisches Interieur, dazu die hauseigene Bar 1855 mit Gin-Garten. Von hier sind die traditionsreiche Buchhandlung Livraria Bertrand, der Time Out Market und die meisten Sehenswürdigkeiten der Altstadt zu Fuß erreichbar, ein Haus für alle, die lieber schlendern als shutteln.
© Martinhal
Lissabons jüngstes Gesicht
Wer es urbaner mag, findet im 2023 eröffneten Martinhal Lisbon Oriente das Gegenprogramm. Das Viertel Parque das Nações entstand rund um die Expo 1998 neu und gilt seither als Schaufenster für zeitgenössische Architektur in Lissabon. Der portugiesische Architekt Eduardo Capinha Lopes hat sich für das Haus von Friedensreich Hundertwasser inspirieren lassen, biophiles Design und lichtdurchflutete Studios inklusive. Von der Spa-Terrasse im 14. Stock reicht der Blick weit über den Tejo, ein Panorama, das es im Chiado schlicht nicht gibt.
© Martinhal
Was bietet Lissabon im Herbst?
Der Kulturkalender füllt sich, sobald die Sommerhitze abzieht. Im Oktober treffen sich Branche und Publikum bei der International Lisbon Fashion Week und dem Dokumentarfilmfestival Doclisboa, während der EDP Lisbon Marathon die Stadt einmal komplett umrundet. Im November folgen das Lisbon Art Weekend, das Lisboa Film Festival und das Musikfestival Misty Fest, dazu, kulinarisch, der „Mês do Torricado“, ein Monat, der traditionellen Gerichten und den Aromen des portugiesischen Herbstes gewidmet ist.
Wie feiert Lissabon den Advent?
Im Dezember kippt die Stimmung endgültig Richtung Vorweihnacht. Mehr als tausend Lichtinstallationen verwandeln den Praça do Comércio und die Rua Augusta in ein Lichtermeer, am Rossio duftet es nach gerösteten Maronen und Zimt. Familien steuern das Wonderland Lisboa im Parque Eduardo VII an, mit Weihnachtsdorf, Eisbahn und Riesenrad, während sich in den kleinen Boutiquen des Chiado nach lokalem Kunsthandwerk stöbern lässt. Zwei Häuser, ein Blick auf dieselbe Stadt: einmal mitten im historischen Gewusel, einmal mit dem Tejo als Kulisse.
Am Ende bleibt jene tiefstehende Herbstsonne, die den Kalkstein der Altstadt in Bernstein taucht, und die Erkenntnis, dass die schönste Zeit für Lissabon selten jene ist, für die man Sonnencreme einpackt. Wer ohnehin schon an Glühwein und Lichterketten denkt, findet hier die hellere, mildere Variante davon, ganz ähnlich wie kürzlich beim Winterurlaub an der Boka-Bucht.





