Comer See macht keine Winterpause
Am Comer See endet die Saison nicht mehr im Dezember, zumindest nicht bei der Villa d’Este.

Mit „Villa d’Este La Collezione“ führt die Hotelgruppe aus Cernobbio nun zwei weitere Häuser, die das ganze Jahr geöffnet bleiben: das Palazzo Venezia in Como und die Miralago Luxury Apartments, eine Seepromenade weiter.
Das Boot heißt Il Rusco, Baujahr 1958, und es hat lange nichts mehr getan. Früher brachte es Hotelgäste über den Comer See, dann stand es still, bis die Villa d’Este es von Tullio restaurieren ließ, dem Enkel des ursprünglichen Erbauers. Heute pendelt es wieder, in neuem Glanz, aber in alter Manier. Es ist das schönste Argument dafür, dass hier jemand Tradition und Fahrplan zusammendenkt.
Saisonende gestrichen
Bisher sperrten die meisten Hotels am Comer See spätestens Anfang Dezember zu. Die Villa d’Este, seit 1873 Luxushotel und Ikone in Cernobbio, verlängert ihre Saison seit dem 150. Jubiläum 2023 über Weihnachten und Silvester bis in den Januar. Was als einmaliges Highlight gedacht war, hat sich laut Aussendung wegen der guten Resonanz bewährt. Die 2025 gegründete Marke Villa d’Este La Collezione führt diesen Gedanken weiter und vereint derzeit vier Adressen: die Villa d’Este selbst, die Villa La Massa in Florenz, das Palazzo Venezia in Como (eröffnet im Dezember 2025) und die Miralago Luxury Apartments in Cernobbio (eröffnet im Juli 2026).
Fünf Sterne in Como
Das Palazzo Venezia residiert in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert an der Piazza Cavour, mit Blick auf Platz und See. Es hat 18 Zimmer und Suiten und ist das erste Fünf-Sterne-Hotel in Como, das zu The Leading Hotels of the World gehört. Im Restaurant Altariva mit Rooftop-Bar kocht Executive Chef Alessandro Rinaldi, Acting General Manager ist Barbara Gibellini. In wenigen Wochen kommt das Caffè Cavour dazu: Die einstige Patisserie von Enrico Monti kehrt als Café an die Piazza zurück, für den schnellen Espresso am Morgen oder den Spritz am späten Nachmittag.
Acht Suiten am Ufer
Nur einen Katzensprung von der Villa d’Este entfernt liegen die Miralago Luxury Apartments im ehemaligen Hotel Miralago. Auf vier Etagen gibt es acht Apartments mit direktem Seeblick, zwei pro Stock: vier mit einem Schlafzimmer auf rund 90 Quadratmetern und vier mit zwei Schlafzimmern auf rund 100. Die Grundrisse lassen sich verbinden, dann entstehen private Refugien mit bis zu 189 Quadratmetern. Dazu kommen tägliche Reinigung, Turndown-Service, auf Anfrage ein privater Koch und ein Team, das rund um die Uhr erreichbar ist.
Im Erdgeschoss sitzt das neue Caffè Miralago an der Piazza Risorgimento, bei Schönwetter auch draußen mit Brunnengeplätscher. Gebacken wird mit traditionellen Fermentationstechniken, etwa beim hauseigenen Sauerteig. Die Spezialität heißt Sofficissimo Miralago, eine Hefekreation mit kandierter Orange, Mandarine und Vanille, die über 48 Stunden entsteht. Herzhaft gibt es unter anderem Focaccia mit Bresaola, Rucola und Bitto-Käse oder ein Maritozzo mit Zucchini, Caciocavallo und Sardellen.
Drei Adressen, ein Steg
Alle drei Häuser sind durch einen Transportservice per Auto oder Boot verbunden und in wenigen Minuten erreichbar. Während der Saison der Villa d’Este dürfen Gäste des Palazzo Venezia und der Miralago Luxury Apartments außerdem deren Einrichtungen nutzen: Sporting Club, Floating Pool auf dem See, Beauty Center, historische Gärten und Restaurants. Und die Gruppe baut weiter: Die Villa Belinzaghi, eine Residenz aus dem 19. Jahrhundert direkt neben der Villa d’Este, wird restauriert, geleitet von Dr. Giuseppe Fontana und CEO Davide Bertilaccio.
So kommt man hin
Buchungen laufen direkt bei den Häusern. Das Palazzo Venezia ist unter reservations@palazzovenezia.com und +39 031 5375241 erreichbar (Piazza Cavour 24, I-22100 Como), die Miralago Luxury Apartments unter info@miralagoluxuryapartments.com und +39 031 3481 (Piazza Risorgimento 1, I-22012 Cernobbio). Eine feste Preisliste für Gäste aus Österreich ist in der Aussendung nicht genannt, die Raten ergeben sich tagesaktuell bei der Buchung.
Der Comer See hat damit etwas, das ihm lange fehlte: einen Winter, in dem man nicht nur Postkarten kaufen kann. Die Boote fahren ja schon wieder.





