AKUT

Kühler Kopf

Sarah Wetzlmayr

Wien ist heiß. Sowieso, aber im Sommer ganz besonders. Deshalb sollte man zwischendurch immer wieder für etwas Abkühlung sorgen.

von Sarah Wetzlmayr

_Hochstrahlbrunnen Schwarzenbergplatz. Wen die Angst vor Fußpilz davon abhält, die Füße reinzuhalten, der hat trotzdem was davon – einfach daran vorbeizugehen reicht nämlich schon aus.


_Lesesaal der Nationalbibliothek. Ein kühler Kopf lernt besser – deshalb lässt die dortige Klima- und Luftbefeuchtungsanlage die ÖNB das Ranking der kühlsten Lesesäle anführen.

_Peek & Cloppenburg auf der Kärntner Straße und davor. Klimaanlage der Klasse „New York“. Wer, um in diesen Genuss zu kommen, nicht ziellos in Kleiderbergen wühlen möchte – einfach für einen kurzen Moment vor der Schiebetür innehalten.

_Nachtasyl in der Stumpergasse. In Wiens legendärem Kellerlokal kann man sich zwar zu späterer Stunde aus der Luft ein Tortenstück herausschneiden, kühl ist es trotzdem.

_Stephansdom. Wenn man nicht gerade mitten in eine Touristengruppe gerät, kann man sich auch hier einen kühlen Kopf abholen.

_Zwölf Apostelkeller in der Sonnenfelsgasse. Hier wird einem wegen des hervorragenden Weines zwar schon einmal recht warm ums Herz, aber der Kopf bleibt kühl.

_Zanoni am Lugeck und Ferrari Gelato in der Krugerstraße. Kalt von innen und von außen – dank Sprühnebel von oben vor dem Eisgeschäft.

_„U4Z-Bus“, Schienenersatzverkehr der U4. „Bitte einsteigen, die Türen (der fahrenden Gefriertruhe) schließen automatisch.“

_Kanalisation und 3.-Mann-Tour. Touristen wissen schon, warum sie im Sommer ungefähr dreißig Prozent ihres Wien-Aufenthalts in der Kanalisation oder in Kirchen verbringen.

_Eishalle in der Stadthalle. Weil laufen gehen im Hochsommer zu einem unerträglichen Erlebnis wird: lieber eislaufen.

_Vor Tiefkühlregalen im Supermarkt. Pizza Funghi oder Diavolo? Die Wahl der richtigen Tiefkühlpizza wird im Sommer zu einem zumindest imaginären Ausflug auf den Südpol.

_Cigarstore Hazar in der Margaretenstraße. Ob vom blauen Dunst oder von der kühlen Brise des begehbaren Humidors angezogen, Zigarren sollte man unbedingt im Sommer kaufen.

_Weinkeller der Weinbar Villon in der Habsburgergasse. Im 16 Meter tiefen Weinkeller lässt es sich aushalten – nicht nur wegen der erlesenen Weinsorten.