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Linda Lovelace – Große Momente des Oralverkehrs

Vor Kurzem inszenierte der Wiener Literat Georg Biron eine Art Lehrveranstaltung in den Breitenseer Lichtspielen. Es ging um Pubertätserinnerungen und aber auch den Tag, als er „Deep Throat“ sah. Erinnerung an einen Seventies-Kultstreifen, der weit mehr war als ein Porno.

Fotos: Getty Images

Boomers sind sich einig: Nie gab es ein besseres Jahrzehnt, um in die Pubertät zu erwachen, als die 1970er-Jahre. Als Sex war, was heute das Handy ist; fummeln ist eben wichtig. Auch im Kino dominierte der Sex, herausragend der bahnbrechende Softporno „Deep Throat“ (1972), Trigger einer „Porno Chic“-Welle, bis heute erfolgreichster Streifen des Genres. Bahnbrechend, weil der erste Porno mit Plot: Ms Lovelace kommt nie zum Orgasmus, sie geht zum Psychiater, der untersucht sie und findet schließlich ihre Klitoris, nur halt leider nicht unten in ihrem Süden sondern oben im Rachen; dort, wo du normalerweise die Mandeln hast. Tja, und dann führte einschlägige Forschung zu einer Technik, die heute noch den Filmtitel zum Namen hat. So geht Plot. Linda Susan Boreman übrigens, die reale Gestalt hinter Miss Lovelace, nahm im weiteren Verlauf abwechselnd verteidigende oder kritische Standpunkte zu ihrem großen Auftritt Anfang der 1970er ein. Sie verstarb 2002 an den Folgen eines Autounfalles. Linda wie auch immer wurde nur 53 Jahre alt.


Kein Abspielgerät für VHS mehr daheim? „Deep Throat“ kann man auch streamen: www.netzkino.de.