Wenn der Spittelberg nach Süden schmeckt
Im Miiro-Hotel am Spittelberg gibt es einen neuen Grund für den Sommerabend: eine Sommerkarte mit leichterer italienischer Küche für das Restaurant Poco, dazu neue Drinks und Freitag-DJ-Abende bis in die Nacht.

Der Spittelberg war jahrzehntelang das Grätzel für Kunsthandwerk, Ölbilder aus der Vorweihnachtszeit und die immer gleiche Debatte, ob der Adventmarkt schon zu touristisch geworden ist. Seit einiger Zeit mischt sich in dieses gemütliche Bild ein Hotelkonzern aus London. Miiro eröffnete im November 2025 das Palais Rudolf, im März 2026 folgte, benannt nach dem Grätzel selbst, das zweite Wiener Haus. Im Erdgeschoß liegt Poco, ein Nachbarschaftsrestaurant, das morgens Kaffee, mittags Pizza und abends Cocktails serviert. Rechtzeitig zum Sommer bekommt die Karte jetzt ein neues Kapitel.
Was bringt die Poco Spittelberg Sommerkarte?
Die neue Poco Spittelberg Sommerkarte setzt auf Tomaten, die nach Sonne schmecken sollen, auf Burrata mit Olivenöl auf knusprigem Brot und auf Porro Tonnato, gegrillten Lauch mit feiner Schärfe. Die Bruschetta Estiva bringt geröstete Paprika, Ricotta und semigetrocknete Tomaten zusammen. Bei den Pizzen kommt die Margherita d’Estate mit gelber Tomatensauce, dazu die Scapece mit Zucchini, Zitrone und geräucherter Provola sowie die Super Capricciosa mit Ei, Artischocken und Prosciutto. Neu sind außerdem die Carpaccio e Tartufo mit Sommertrüffel, die Pizza Burrata und eine neu interpretierte Parmigiana. Wer lieber bei Altbewährtem bleibt, bestellt weiterhin Vitello Tonnato oder die Croquetas, die schon vor der Sommerkarte Fixpunkte waren.

Wonach schmecken die neuen Drinks?
An der Bar wird ebenso neu gemixt: Pisco-Variationen mit Holunder und Litschi sollen für den spritzigen Einstieg sorgen, der Hot Honey Sour und die Jasmine Paloma verbinden Zitrus, Kräuter und Schärfe. Wer es unkomplizierter mag, greift zum Apricot Cosmopolitan. Damit reicht die Karte von der leichten Terrassenrunde bis zum Drink, der einen langen Abend erst einläutet.
Wann wird aus Dinner eine Bar?
Spätabends wechselt Poco ohnehin den Rhythmus: Aus dem Restaurant wird eine Bar, aus der Bar eine Tanzfläche. Freitags legen die Resident-DJs Raj und Thiago Rosa unter dem Motto „Off The Record“ Vinyl auf, samstags übernimmt DJ Preddy. Für Miiro ist das Konzept Programm: Die Gruppe will mit ihren Häusern, von Paris über Barcelona bis Gstaad, jeweils Nähe zum Grätzel schaffen statt anonymer Hotellobby.

Poco Restaurant & Bar
Kirchberggasse 6, 1070 Wien
Montag bis Sonntag, 17:00 bis 01:00 Uhr
Reservierung: reservations@pocorestaurant.com, pocorestaurant.com
Preise waren zu Redaktionsschluss nicht veröffentlicht.
Vielleicht ist das die eigentliche Pointe des Grätzels: Wo einst Glühwein aus Plastikbechern die Winterabende geprägt hat, gibt es am Spittelberg jetzt Hot Honey Sour bis in den frühen Morgen. Der Christkindlmarkt kommt im Dezember trotzdem wieder. Der Sommer davor gehört jetzt Poco.
Wer nach dem Essen noch einen Blick über die Dächer Wiens sucht, findet ihn beim ORGANICS Sky Garden, und wer Wiens neue Nachbarschaftslokale ohnehin sammelt, hat vermutlich auch das Urban Clubhouse schon auf der Liste.

