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KULTUR

Der Sommer, der nicht stillstand

Mit über 200.000 Besucherinnen und Besuchern ist ImPulsTanz 2026 am 9. August so erfolgreich zu Ende gegangen wie nie zuvor. 136 Vorstellungen liefen bei voller Auslastung, dazu kamen Workshops, Straßentanz und Partynächte bis in den Morgen. 2027 geht es vom 8. Juli bis 8. August weiter.

Von Redaktion · 10. August 2026 · 2 Min. Lesezeit
Tänzerinnen und Tänzer bei „Post-Orientalist Express" von Eun-Me Ahn, ImPulsTanz 2026 in Wien

Am letzten Wochenende der Veranstaltung war der Arkadenhof des Wiener Rathauses bis spät in die Nacht voll: Profitänzer:innen, Festivalpublikum und alle, die einfach vorbeigekommen sind, tanzten dort, wie an 31 Abenden zuvor. Genau dieses Bild, mehr Straße als Bühne, erklärt, warum ImPulsTanz seit 43 Jahren mehr ist als ein Programm für ein Fachpublikum. Nebenbei bemerkt: in diesen 43 Jahren sah sich der WIENER dem Programm stets eng verbunden, auch unsere Freundschaft mit dem unsterblichen Ismael Ivo halten wir gerne und für immer hoch.

Tänzerinnen und Tänzer bei „Post-Orientalist Express“ von Eun-Me Ahn, ImPulsTanz 2026 in Wien
„Post-Orientalist Express“ von Eun-Me Ahn, eine der Produktionen von ImPulsTanz 2026.

Wie viele haben mitgetanzt?

Die nackten Zahlen von ImPulsTanz 2026: 55.000 Besucher:innen sahen die 136 Vorstellungen, 22 davon Zusatztermine, in den Wiener Spielstätten, komplett ausverkauft. 240 Workshops und Research Projects, neun davon wegen der Nachfrage nachträglich ins Programm genommen, kamen auf 47.800 besuchte Kurseinheiten. Im Arsenal, wo das Festival seit Jahren auf offene Türen und Gratis-Events setzt, kamen 20.000 weitere Interessierte dazu.

Szene aus „Post-Orientalist Express“ von Eun-Me Ahn beim ImPulsTanz Festival 2026
Auch bei den Workshops und Research Projects war ImPulsTanz 2026 restlos ausgebucht.

Was war neu bei Public Moves?

Public Moves, das Programm, mit dem ImPulsTanz den Tanz aus den Sälen auf die Straße holt, feierte heuer sein zehnjähriges Bestehen. Über 25.000 Menschen tanzten dafür aktiv in Wien, Salzburg, Linz und Klagenfurt mit, weitere 25.000 schauten zu. In der Festival Lounge im Burgtheater-Vestibül und im erwähnten Rathaus-Arkadenhof wurde an 32 Nächten getanzt, rund 27.500 Gäste waren dabei. Schon beim Finale-Wochenende, über das der WIENER bereits berichtet hat, war absehbar: ImPulsTanz ist längst kein reines Bühnenfestival mehr.

ImPulsTanz-Party mit Amala Dianor und Awir Leon im Arkadenhof des Wiener Rathauses
Tanznacht im Arkadenhof des Wiener Rathauses: 32 Abende lang war hier bis spät in die Nacht Programm.

Wohin geht die Reise als Nächstes?

Wer nach dem Finale noch nicht genug hat: ImPulsTanz schickt drei seiner Dozent:innen im September und Oktober auf das Landgut Tenuta di Poggiolame in Umbrien. José Agudo und Claire Cunningham unterrichten dort von 21. bis 27. September Morgen-Yoga und Flamenco, Carl Ferri und Claire Cunningham von 29. September bis 5. Oktober Yoga und Radfahren. Wer lieber gleich auf die nächste Wien-Ausgabe wartet: Die 44. Saison von ImPulsTanz läuft vom 8. Juli bis 8. August 2027.

Szene aus „Underflow“ von Amala Dianor beim ImPulsTanz Festival 2026 in Wien
„Underflow“ von Amala Dianor: eine der 136 Vorstellungen von ImPulsTanz 2026.

Ausverkauft, sagt die Bilanz. Stillgestanden ist in diesem Sommer trotzdem niemand.