Zurück zum Anfang, ein letztes Mal
„Ozzy & Black Sabbath: Back to the Beginning“ läuft ab 28. Oktober 2026 weltweit in den Kinos. Der Ozzy Osbourne Black Sabbath Kinofilm zeigt den letzten gemeinsamen Auftritt der Original-Besetzung, ein Kinostart für Österreich ist derzeit noch nicht bestätigt.

Ein Thron mitten auf der größten Bühne, die Birmingham je gesehen hat: Ozzy Osbourne konnte wegen seiner fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung längst nicht mehr stehen, geschweige denn über eine Bühne toben. Am 5. Juli 2025 saß er trotzdem da, in seiner Heimatstadt, vor 40.000 Menschen im Villa Park, und sang. Siebzehn Tage später war er tot. Genau dieses Konzert – „Back to the Beginning“ – bekommt jetzt seine Kinofassung, produziert von Mercury Studios und verliehen von Trafalgar Releasing.

Ein Thron statt einer Bühne
„Back to the Beginning“ war von Anfang an als Abschied gedacht. Sharon Osbourne, die das Konzert organisiert hat, erzählt es so: Sie habe ihren Mann gefragt, was ihn wirklich glücklich machen würde – und er habe geantwortet, noch einmal auftreten und sich bei seinen Fans bedanken zu dürfen. Mehr habe er nicht gewollt. Der Abend brachte damit auch etwas anderes zurück: Zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren standen Ozzy, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward wieder gemeinsam auf einer Bühne, als jene vier, die Black Sabbath 1968 nur wenige Kilometer von Villa Park entfernt gegründet hatten.
Wer an diesem Abend noch alles kam
Moderiert hat den Abend Schauspieler Jason Momoa, musikalischer Leiter war Rage-Against-the-Machine-Gitarrist Tom Morello. Die Setlist ist mit Metallica, Guns N’ Roses, Slayer, Pantera, Tool, Alice in Chains, Anthrax, Gojira, Halestorm, Lamb of God, Mastodon und Rival Sons ein Who-is-who des Heavy Metal, dazu Gastauftritte unter anderem von Steven Tyler, Sammy Hagar, Billy Corgan und Yungblud. Tony Iommi nennt das Konzert im Presseabend „einen Schlusspunkt und einen guten Weg zu gehen“, Geezer Butler beschreibt den Abend als „eine Welle aus Liebe“. Genau diese Mischung aus Familientreffen und Festival macht den Ozzy Osbourne Black Sabbath Kinofilm zu mehr als einem gewöhnlichen Konzertmitschnitt.

Wie aus einem Konzert ein Film wurde
Für die Leinwand inszeniert hat Ben Wainwright-Pearce, der bereits an „Taylor Swift: The Eras Tour“ mitgearbeitet hat, die Livekonzert-Regie stammt von Tim van Someren. Produziert haben Jim Parsons, Jamie Silk und Dan Seliger, gezeigt wird der Film in Dolby Atmos und 5.1-Surround. Neben der Bühnenshow verspricht das Studio auch persönliche Rückblicke von Musikerinnen und Musikern, die Ozzy und Black Sabbath geprägt haben, sowie Blicke hinter die Kulissen jenes Tages. Tickets für die weltweiten Vorstellungen gehen am 24. September über backtothebeginning.com in den Verkauf.
Und in Österreichs Kinos?
Offen bleibt vorerst, ob und wo der Film auch in österreichischen Sälen läuft. Trafalgar Releasing spricht in der Aussendung von einem weltweiten Kinostart über mehr als 15.000 Kinosäle in 132 Ländern, nennt aber keine einzelnen Märkte oder Verleihpartner. Eine Suche bei Cineplexx, dem größten heimischen Kinobetreiber, führte am Tag nach der Ankündigung noch zu keinem Treffer, auch österreichische Kino- und Musikmedien haben bislang nichts über einen heimischen Termin, eine Kinokette oder einen AT-Ticketpreis vermeldet. Das ist zu diesem frühen Zeitpunkt wenig überraschend: Der weltweite Ticketverkauf startet erst am 24. September, viele Event-Kino-Verleiher bestätigen einzelne Länder traditionell erst kurz davor. Sobald Cineplexx, Cineworld oder ein anderer heimischer Anbieter das Programm listet, wird nachgetragen.

Ganz verschwunden ist der Sound, für den Ozzy und seine drei Weggefährten aus Birmingham stehen, in Wien ohnehin nie: Im Loft am Gürtel steigen regelmäßig Metal-Club-Nächte, und auch international bleibt das harte Fach gefragt – zuletzt etwa, als Rammstein-Sänger Till Lindemann mit seiner Soloshow für ausverkaufte Hallen sorgte. Villa Park war insofern kein Ende, sondern die vielleicht lauteste Erinnerung daran, wo diese Musik herkommt. Zurück zum Anfang, hat Ozzy Osbourne das selbst genannt. Im Kino beginnt die Geschichte jetzt noch einmal von vorne.


