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MUSIK

Zelda Weber: Eine Rose mit Biss

Zelda Weber legt mit „Rose Thorne“ ihr zweites Album vor und spielt es am 18. Februar 2027 im Wiener Porgy & Bess. Danach geht es für die Sängerin auf Einladung des Austrian Cultural Forum nach New York und Washington D.C.

Von Franz J. Sauer · 23. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Zu sehen ist das Porträt einer dunkelhaarigen Person vor einer gemusterten Retro-Tapete und einer roten Stehlampe, wobei kein Fahrzeug abgebildet ist.
Porträt einer Person vor einer gemusterten Tapete im Retro-Stil.

2023 galt sie als „Next Big Thing“. Das Debüt „Crude“ brachte ihr Lorbeeren ein: Die „Presse“ hörte im Gesang einen Duktus, der „nicht ganz zufällig an Amy Winehouse erinnert“, das „profil“ schrieb: „Musik, die von Retro-Charme lebt, aber geradewegs in die Zukunft blicken lässt“. FM4 spielte „Oblivious“ und „Go!“ rauf und runter, selbst Ö3 horchte auf, und Hubert von Goisern überreichte ihr persönlichen einenc Nachwuchspreis.

Stachelig und doch in Blüte

Der Titel des zweiten Albums ist weniger blumig als stachelig und duftet trotzdem intensiv. Produziert hat es Paul Gallister, den man nach seinem Erfolg mit Wanda nicht unbedingt neben einer eigenwilligen Künstlerin wie Zelda Weber vermutet hätte. „Rose Thorne“ ist kein Album zum Nebenbeihören: Es fordert Aufmerksamkeit und belohnt sie mit Tiefe, Gefühl und Substanz.

„Ich schreibe über Dinge, die ich eigentlich lieber verstecken würde – genau deshalb schreibe ich sie.“

Zelda Weber

Ein Leben in Kontrasten

Schönheit und Schmerz, Verletzlichkeit und Stärke, Vorsicht und Mut, Verstand und Gefühl: Der Albumtitel verweist auf diese Widersprüche. Für Weber ist das keine Sackgasse, sondern Befreiung, ein Weg, sich der eigenen Kraft bewusst zu werden und eine facettenreiche Welt mitzugestalten.

Die Songs erzählen von Abschied, Reue und Selbstermächtigung, von Distanz, Überdruss und dem Willen weiterzugehen. „Rose Thorne“ ist ein Manifest geworden, das einer jungen Frau, die ihre Stimme einzusetzen weiß.

Alle Bilder: © Markus Morianz

Wenn Zelda Weber ein Mikrofon in Händen hält entsteht vor allem eines: Kraft und Energie.(© Chris Kölbl)
Der neue Tonträger „Rose Thorne“.

Zuerst ins Porgy, dann nach Amerika

Am 18. Februar 2027 spielt Zelda Weber mit ihrer Live-Band „The Rosettes“ im Jazzclub Porgy & Bess. Auf dem Programm stehen „Rose Thorne“, Lieblingsstücke von „Crude“ und ein Blick in die Zukunft. Als Special Guest ist Lou Asril bestätigt. Wenige Wochen später führt die Rose-Thorne-Tour im März 2027 nach New York und Washington D.C., wo man auch längst auf sie aufmerksam wurde.