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MOBILITÄT

1.169 PS fürs Familienauto

Der Mercedes-AMG GT SUV ist der erste Full-Size-SUV, den AMG von Grund auf selbst entwickelt hat. Die Weltpremiere fand am 17. Oktober 2026 in Stuttgart statt, der Einstieg GT 53 steht in Österreich ab 112.800 Euro in der Preisliste.

Von Redaktion · 31. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Mercedes-AMG GT SUV in Anthrazit in voller Fahrt
Foto: © Mercedes-Benz

Drei S-Klassen namens Bertha, Carl und Gottlieb sind seit Ende Jänner um die Welt gefahren, mehr als 65.000 Kilometer durch 55 Länder auf sechs Kontinenten. Wer so lange unterwegs war, will bei der Heimkehr einen Auftritt, und Mercedes hat ihn am Museum in Stuttgart gleich doppelt inszeniert: mit der Rückkehr der drei Limousinen und mit einem Auto, das an diesem Abend zum ersten Mal ins Licht rollte.

Mercedes-AMG GT SUV in Anthrazit in voller Fahrt
Rund 5,08 Meter lang und nur etwa 1,66 Meter hoch: Die Proportionen verdanken sich der flach im Boden sitzenden Batterie. © Mercedes-Benz

Ein Festival als Bühne

Rund 15.000 Gäste feierten beim „The 140 Festival“ am Mercedes-Benz Museum das Jubiläum der Marke. Ein Konvoi aus 140 historischen und aktuellen Fahrzeugen begleitete die Heimkehr der drei S-Klassen, dazu kamen Exponate wie der 300 SLR Uhlenhaut Coupé und der Versuchswagen C 111. Das Ende der Tour „140 Years. 140 Places“ sollte, so die Dramaturgie, auch der Anfang von etwas Neuem sein: Die Weltpremiere des AMG GT SUV schlug die Brücke von der Markengeschichte in die elektrische Gegenwart.

Mercedes-AMG GT SUV auf der Bühne beim 140 Festival
Auftritt vor Publikum: Das Showcar stand beim Festival in Stuttgart im Scheinwerferlicht. © Mercedes-Benz

Drei Motoren, viel Leistung

Technisch basiert der Wagen auf der Elektro-Architektur AMG.EA, nach dem GT 4-Türer Coupé ist er das zweite Modell darauf. Im Topmodell GT 63 arbeiten drei Axialflussmotoren mit bis zu 860 kW, das sind 1.169 PS. Von 0 auf 100 km/h vergehen laut Hersteller 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h mit Driver’s Package. Bemerkenswert ist die Dauerleistung von bis zu 530 kW, denn sie verspricht, dass die Kraft nicht nach einem Sprint verpufft.

Der Einstieg GT 53 kommt mit zwei Motoren auf 400 kW (544 PS) und beschleunigt in 3,8 Sekunden auf 100 km/h. Alle Werte sind Herstellerangaben, amtlich bestätigte Daten liegen laut Mercedes noch nicht vor. Wer den Verbrennerklang vermisst, bekommt ihn nachgereicht: Das Fahrprogramm AMGFORCE Sport+ spielt den Sound eines V8 oder eines Sechszylinders samt simulierten Schaltvorgängen und Sitzshaker ein.

Laden in der Kaffeepause

Die 800-Volt-Batterie gibt es in zwei Größen. Mit 106 kWh lädt der SUV mit bis zu 600 kW, mit 128 kWh sind es bis zu 710 kW. Zehn Minuten am Schnelllader bringen dann bis zu 380 beziehungsweise 450 Kilometer WLTP-Reichweite zurück. Neu ist auch das Fahrwerk AMG ACTIVE RIDE CONTROL+ mit aktiver Nick- und Wankstabilisierung, das Komfort und Präzision vereinen soll. Ob das Versprechen hält, wird erst eine Testfahrt zeigen.

Gelber Mercedes-AMG GT SUV auf der Teststrecke
Gelb geht auch elektrisch: Die Frontpartie mit senkrechten Streben zitiert den klassischen AMG-Kühlergrill. © Mercedes-Benz

Was er in Österreich kostet

Der AMG GT 53 SUV ist ab dem 20. Oktober 2026 bestellbar und startet laut Mercedes-Benz Österreich bei 112.800 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Die stärkeren Modelle GT 55 und GT 63 folgen im Frühjahr 2027, ihre Österreich-Preise stehen noch aus. Einen ersten Blick auf die Zahlen hat auch das Schwestermagazin Motorblock zusammengestellt. Zur Marke passt auch unser älterer Beitrag über den Mercedes-AMG GT 63.

Am Ende bleibt der Satz, mit dem AMG-Chef Stefan Weckbach das Auto zusammenfasst: „SUV by Shape. GT by Nature.“ Zumindest die Form stimmt schon einmal.