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HANDWERK

Messer schenken bringt doch Glück

Ein Messer als Weihnachtsgeschenk zerschneidet die Freundschaft, sagt der Aberglaube, fünf Küchenstücke von Herbertz aus Solingen halten dagegen.

Von Redaktion · 8. November 2026 · 4 Min. Lesezeit
CJH Kiritsuke-Messer von Herbertz mit Damastklinge und Ebenholzgriff, Weihnachtsgeschenk für Hobbyköche
© Herbertz

Die Auswahl reicht vom Santoku um 14,97 Euro bis zum Kiritsuke aus 67 Lagen Damast um 109 Euro, bestellbar im Herbertz-Onlineshop, der auch nach Österreich liefert.

Meine Großmutter hat nie ein Messer verschenkt, ohne dafür eine Münze zurückzuverlangen. Zehn Groschen, später zehn Cent, ausgehändigt mit todernster Miene, damit das Geschenk zum Kauf wird und die Klinge nichts zwischen den Leuten durchtrennt. Ich habe das Ritual übernommen, ohne je daran zu glauben. Denn wer einmal mit einem ordentlich geschliffenen Messer eine Zwiebel zerlegt hat, statt sie mit dem stumpfen Erbstück aus der Lade zu zerquetschen, weiß: Dieses Geschenk stiftet Freundschaft, und zwar eine sehr dankbare.

Herbertz ist ein Familienunternehmen aus Solingen, der deutschen Klingenstadt, und seit über 150 Jahren im Geschäft mit Schneidwaren. Bekannt ist die Firma eher für Outdoor- und Sammlermesser. Für Weihnachten 2026 hat sie aber bewusst in die Küche gegriffen und fünf Geschenke zusammengestellt, die vom Wichtelbudget bis zum ernsthaften Hobbykoch reichen.

Der Einstieg kostet ein Häferl Punsch

Das günstigste Stück ist das Herbertz Santoku um 14,97 Euro. Das Santoku ist die japanische Allzweckform, das „Messer der drei Tugenden“: Fisch, Fleisch und Gemüse schneidet es gleich gut. Die Klinge aus rostfreiem Stahl ist beidseitig angeschliffen, also auch für Linkshänder kein Problem, der Griff ist naturbelassenes Holz. Eine Kunststoffzwinge zwischen Klinge und Griff hält Saft und Schneidgut vom Holz fern. Für ein Wichtelgeschenk im Büro ist das mehr Messer, als man erwarten darf, und deutlich mehr Nutzen als die nächste Duftkerze.

Herbertz Santoku mit Holzgriff als günstiges Messer-Geschenk
Unter 15 Euro und trotzdem japanische Form: das Santoku als ehrliches Wichtelgeschenk. © Herbertz

67 Lagen für den, der alles selbst kocht

Das andere Ende der Skala ist das CJH Kiritsuke um 109 Euro. Die Kiritsuke-Form kommt aus der japanischen Profiküche, mit schräg zulaufender Spitze, die feine Schnitte und präzises Arbeiten an Fisch und Gemüse erlaubt. Die Klinge misst 15 Zentimeter bei 28 Zentimetern Gesamtlänge und ist aus 67 Lagen Damaststahl geschmiedet, die gehämmerte Oberfläche lässt Schneidgut leichter abgleiten. Der Griff ist aus Ebenholz, geliefert wird in einer schwarzen Geschenkschachtel. Das ist das Messer für jenen Kollegen, der jedes Weihnachtsmenü schon im Oktober plant und darüber Tabellen führt.

Was nützt das beste Messer ohne Stein?

Wenig, denn jede Klinge wird stumpf. Deshalb gehört der japanische Kombi-Abziehstein um 49,97 Euro eigentlich zu jedem der beiden Messer dazu. Die Seite mit Körnung 1000 bringt eine stumpfe Schneide wieder in Form, die 3000er Seite sorgt für den feinen Abzug. Gewässert wird der Stein vorher, ein Kunststoffsockel hält ihn beim Schleifen rutschfest auf der Arbeitsfläche. Wer ein Messer als Weihnachtsgeschenk plant, sollte den Stein ernsthaft mitdenken. Sonst landet das gute Stück in einem Jahr in derselben Lade wie das stumpfe Erbstück.

Teak, Olivenholz und ein Opinel ohne Skateboard

Die zweite Hälfte der Auswahl ist Holz. Das STOLF-Schneidbrett Supreme aus Teak misst 44 mal 29,5 Zentimeter und kostet 59,95 Euro. Teak enthält natürliche Öle, die es widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit machen, und die Oberfläche ist schonend zu jeder Klinge. Ein Glasbrett ist für ein gutes Messer ungefähr das, was Kopfsteinpflaster für ein Rennrad ist.

Stolf Schneidbrett Supreme aus Teakholz als Ergänzung zum Messer als Weihnachtsgeschenk
Das Brett entscheidet mit, wie lange eine Schneide hält: Teak ist da gnädig. © Herbertz

Dazu kommt eine limitierte Variante des Opinel-Sets „Les Essentiels“ mit Griffen aus Olivenholz um 39,95 Euro. Im Geschenkkarton stecken ein Schälmesser No 112, ein Gemüsemesser No 114, ein Obstmesser No 113 und ein Sparschäler No 115, alle mit Klingen aus rostfreiem Sandvik-Stahl. Wer zuletzt bei uns gelesen hat, wie Opinel geht skaten, sieht hier die bürgerliche Seite der savoyischen Marke: Grundausstattung für die Küche, die nach Urlaub in Südfrankreich riecht.

Opinel Les Essentiels Set mit Olivenholzgriffen im Geschenkkarton
Vier Klingen, ein Karton, limitiert: Opinels Grundausstattung in der Olivenholz-Ausgabe. © Herbertz

Wo kauft man das in Österreich?

Alle fünf Produkte gibt es im Onlineshop von Herbertz unter herbertz.com, der auch nach Österreich versendet. Die Lieferung kostet laut Shop 6,95 Euro, ab 39 Euro Bestellwert ist sie versandkostenfrei, womit außer dem Santoku jedes Stück allein über die Grenze reicht. Die genannten Preise sind jene des Shops, Stand Anfang November 2026. Wer noch mehr Handwerk unter den Baum legen will, findet bei uns die Weihnachtsgeschenke der Österreichischen Werkstätten.

Herbertz Küchengeschenke 2026
CJH Kiritsuke, 67 Lagen Damast, Ebenholz: 109,00 Euro
Herbertz Santoku, rostfreier Stahl, Holzgriff: 14,97 Euro
Kombi-Abziehstein Körnung 1000/3000: 49,97 Euro
STOLF Teak-Schneidbrett Supreme, 44 × 29,5 cm: 59,95 Euro
Opinel „Les Essentiels“ Olivenholz, 4-teilig: 39,95 Euro
Bezug: herbertz.com, Versand nach Österreich 6,95 Euro, ab 39 Euro gratis
Preise laut Onlineshop, Stand November 2026

Die Münze verlange ich übrigens weiterhin. Nicht aus Aberglauben, sondern weil zehn Cent für ein Damastmesser der beste Tausch ist, den ein Freund je machen wird.