Simpler Bluff

„God hates us all“. Der WIENER hat das Kult-Buch aus „Californication“ gelesen – damit Sie sich’s getrost ersparen können!

Hank Moody lebt – natürlich nicht. Wie aber kann eine Kunstfigur, der David Duchovny in der TV-Serie „Californication“ Leben einhaucht, ein Buch schreiben? Die Antwort ist so einfach wie enttäuschend: Jonathan Grotenstein, ein Mann, der u.a. als Profi-Pokerspieler sein Geld verdient, gibt Hank Moody. Er hat jenes Buch, nämlich „God hates us all“ geschrieben, das der Kunstfigur im TV-Hit „Californication“ ihr exzessives Leben ermöglicht, aber auch mit ein Grund für die massive Schreibblockade ist, die dazu führt, dass Hank Moody lieber durch Hollywoods Betten turnt, als an einem neuen Buch zu leiden.

„God hates us all“ ist vor zwei Jahren in den USA erschienen, seit Mitte Juni liegt es in deutscher Übersetzung vor. Wer mit dem schwarzen Paperback wachelt, darf sich zumindest der Aufmerksamkeit der „Californication“-Kenner sicher sein. Lesen müssen Sie das Buch nicht. Im konkreten Fall wäre es besser gewesen, es bei der Fiktion zu belassen, statt Faktisches nachzureichen. Auch deshalb, weil der Mythos Moody vom Verlag selbst entzaubert wird. Als Autor wird nämlich im Buch „Hank Moody mit Jonathan Grotenstein“ angegeben. Schwach.

Die unterhaltsame Fiktion
David Duchovny leidet als Hank Moody an einer Schreibblockade. Gründe dafür gibt es viele. Wäre Moody Realität, würden wir vermuten, er täuschte dieses Problem nur vor, um ihm mit Sex, Drugs und einer ganz besonders interessanten Form von Rock‘n‘Roll zu Leibe zu rücken.


Die fade Realität
Jonathan Grotenstein ist der Mann, der Fiktion in Fakten verwandelt hat. Ein durchaus berechtigtes Ansinnen, schließlich fragten wir uns alle, wie „God hates us all“ wohl in echt zu lesen wäre. Wirklich gelungen ist das Buch allerdings nicht.

Der Trailer zum Buch:

http://www.youtube.com/watch?v=ryYYqwjAWUY