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KHG: Das Spiel – Hier lernt man, wie man „sich spielt“

Sarah Wetzlmayr

Wer wirklich was fürs Leben lernen will (das ja bekanntlich ein Spiel ist), der sollte sich dieses Brettspiel sichern. 

von Sarah Wetzlmayr

Es macht durchaus Sinn, ein Spiel nach einem Menschen zu benennen für den das Leben scheinbar wirklich auch einfach ein Spiel ist. Obwohl die Macher des Brettspiels „KHG“ bei der Wahl dieser drei Buchstaben natürlich eine andere Bezeichnung im Hinterkopf hatten – „Korrupte haben Geld“ nämlich. Wer’s glaubt wird selig. „KHG“ ist ausnahmsweise mal ein Brettspiel bei dem man echt was lernen kann – und zwar keine sogenannten Soft Skills wie Geduld und Teamfähigkeit, die ja eh keiner braucht, sondern das wirklich wichtige Zeug – die „Hard Skills“ – wie die besten Strategien korrupten Verhaltens. Das Spiel lässt einen dafür, für einen lauschigen Herbstabend, in die Rolle mächtiger Korruptionisten schlüpfen. Gewinnen kann man nur, wenn man die anderen Spieler auch hintergeht – eh klar. Die Fähigkeit zu betrügen und zu unterschlagen verbindet sich hier mit ein wenig Würfelglück. Und weil das ja alles „part of se game“ ist, ist das auch total ok so. Ist die Staatskasse irgendwann leer, ist das Spiel vorbei. Gewonnen hat derjenige der es geschafft hat am meisten Geld auf die Seite zu schaffen. Der Gewinner der Herzen ist aber auf jeden Fall jeder, der sich am Ende fragt: „Wos woar mei Leistung?“


 

Das Spiel wurde von Klauf Hofegger entwickelt und über eine Crowdfunding-Plattform finanziert. Es kostet 39 Euro und kann über diese Website bezogen werden.

Fotos: khg-das-spiel.at