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Tinder für Hater

Sarah Wetzlmayr

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Minus mal Minus ergibt Plus. Und Hass mal Hass ergibt Liebe. Daran glaubt jedenfalls der Entwickler einer neuen Dating-App.

Irgendwo zwischen einem soziologisch fundiertem Ansatz, Lästerei und der stark überstrapazierten Aussage „Was sich liebt, das neckt sich“ ist die neue Dating-App „Hater“ angesiedelt. Wer jetzt denkt, man hätte sich hier um eine adäquate Dating-Plattform für Hassposter und andere Menschen mit ähnlichen Interessensgebieten bemüht, der liegt falsch. „Hater“ wurzelt, wie so viele Dinge, einzig und allein in der Liebe (mehr über die untrennbare Verbindung von Liebe und Hass findet ihr übrigens hier). So glaubt man dem „Hater“-Entwickler Brendan Alper, ist das jedenfalls so. Und irgendwie hat er recht – man braucht schließlich noch nie ein Soziologie-Institut von innen gesehen zu haben, um zu wissen welch unheimlich großes Potential der Verbundenheit im gemeinsamen Hassen liegt. Während beim ersten Date-Spritzer all die schönen Dinge des Lebens schnell besprochen sind, lässt es sich dann schon bald recht einfach zu all jenen Unglaublich- und Ungehörigkeiten übergehen. Hier formiert sich dann wahre Partnerschaft – „partner in crime“. So heißt es ja schließlich auch bei unseren englischsprachigen Freunden. Oder so.


All jene, die sich schon ein wenig durch die Welt getindert haben, werden es bei der Bedienung von „Hater“ einfach haben. Denn auch diese App funktioniert ganz einfach per „Wegwisch“-Bewegung. Allerdings setzt man hier nich auf Oberflächlichkeiten, sondern darauf was unter der Oberfläche so vor sich hin brodelt – Themen, bei denen es „einem aufsteigt“. Wie man so schön sagt. Rund 2000 Themen können hier gehasst werden. Nach nur einigen Wischbewegungen wird dem Hater dann ein anderer Hater vorgeschlagen, dessen Hassprofil dem des ersten Haters ähnelt. Danach können sie sich treffen und gemeinsam hassen – langsame Läufer zum Beispiel. Oder Donald Trump. Es scheint übrigens nicht weiter verwunderlich, dass die App in den USA entwickelt wurde. Schön fänden wir, wenn sich die App, unter dem Titel „Suderer“ auch spezifisch österreichischen Problemen widmen könnte. Wir sagen nur: „Kassa, bitte“-Schreier an der Billa-Kassa…

Foto @ Getty Images