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Foto- und Videopower by Nikon – Spiegelloses Vollformat
Vollformat-Systemkameras sind seit einigen Jahren auf der Überholspur. Nun prescht Nikon mit seinen ersten spiegellosen Vollformatkameras Z 6 & Z 7 vor und bringt eine gut durchdachte Alternative zu Sony Alpha und Co.
Text: Gregor Josel
Die Vorteile spiegelloser Systemkameras liegen klar auf der Hand. Für Hobbyfotografen wie auch Profis bieten diese Systeme mit ihren kompakten Abmessungen und der enormen Foto- und Videopower ein weites Einsatzgebiet, auch ohne tonnenweise Equipment mitschleppen zu müssen. Nikon hat sich in diesem Bereich Zeit gelassen, präsentiert aber nun mit den spiegellosen Vollformatkameras Z 6 und Z 7 zwei beeindruckende Alleskönner, die neben gediegener und hochwertiger Optik auch mit ihren zahllosen technischen Highlights überzeugen.
Was Ausstattung und Möglichkeiten betrifft, orientieren sich beide Kameras an den aktuellen Spiegelreflexmodellen von Nikon. Beide Geräte sind mit einem neuen Bajonett ausgestattet, das sich durch einen großen Durchmesser auszeichnet. Darüber hinaus wird es kompatible NIKKOR-Z-Objektive sowie Zubehörkomponenten geben. Zudem sind die Kameras aber natürlich auch mit allen bislang erhältlichen Nikkor-Objektiven kompatibel.
Die Z 7 ist wie die Z 6 mit einem neuen CMOS-Vollformatbildsensor für das Nikon-FX-Format mit rückwärtiger Belichtung, Autofokus mit Phasenerkennung in der Sensorebene sowie der neuesten Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 6 ausgestattet. Sie bietet 45,7 Megapixel (effektiv) und unterstützt einen Standard-Empfindlichkeitsbereich von ISO 64 bis 25 600. In Kombination mit NIKKOR-Z-Objektiven liefert die Kamera herausragende Schärfe und Detailtreue bis in die Bildecken. Die Z 7 löst dabei bis zu neun Mal pro Sekunde aus.
Die Z 6 ist eine universell einsetzbare Kamera im FX-Format mit einer effektiven Auflösung von 24,5 Megapixel, die mit ISO 100 bis 51 200 einen großen Bereich von ISO-Standardempfindlichkeiten abdeckt. Mit ausgesprochener Leistung bei hohen ISO-Empfindlichkeiten und 4K/UHD-Aufnahmen im Vollformat, für die alle Pixel ausgelesen werden, ist die Z 6 für unterschiedlichste Anforderungen geeignet, wie Aufnahmen bei schwachem Licht oder Filmaufnahmen, und schafft bis zu zwölf Bilder pro Sekunde. Z 7 und Z 6 sind mit einem Kamera-internen Bildstabilisator (VR) ausgestattet. Der Bildstabilisator korrigiert Bewegungen über fünf Achsen.
Der elektronische Sucher der beiden Kameras ist im Vergleich zu optischen Suchern komfortabel und bedienungsfreundlich. Beide Apparate sind mit einem elektronischen Sucher ausgestattet, der auf einem OLED mit 3,69 Millionen Bildpunkten basiert. Der elektronische Sucher bietet eine Bildfeldabdeckung von ca. 100 % und einen Vergrößerungsfaktor von 0,8.
Für Einsteiger und punkto Nachbearbeitung nicht so versierte Fotografen bieten die beiden Kameras auch 20 Optionen für Creative Picture Control (Automatiken also, um die kreativen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern). Die Effektstärke kann auf Werte zwischen 0 und 100 eingestellt werden und ist schon im Sucher beim Fotografieren ersichtlich.
Preislich reihen sich die beiden neuen Kameras jeweils im Mittelfeld der Konkurrenz ein. Die Z 7 wird im Kit mit Nikkor-24-70- mm-Objektiv und Bajonettadapter rund 4.450 Euro kosten und ist ab Ende September erhältlich. Die Z6 im gleichen Kit ist um 3.050 Euro ab November erhältlich.