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Nummer 13 greift an

Sie ist Goalgetterin von Team USA und bestverdienende Fußballerin der Welt. Aber Alex Morgan will mehr – nämlich gleiches Geld wie die Männer.

Text: Manfred Sax / Foto: Getty Images

Ihr Shirt mit der Nummer 13 ist in den USA Kult bei den Fans, ihr Gesicht auf Plakaten und in Werbe-Clips, ihr Bikini-Body am Cover von Sports Illustrated. Macht in Summe die bestverdienende Fußballerin des Planeten. US-Stürmerin Alex Morgan, 29, hat ausgesorgt, nicht zuletzt dank ihres zielsicheren Pratzerls, im April erzielte die Stürmerin von Orlando Pride ihr 100. Karrieretor. Und natürlich ist Team USA Favorit auf den Titel bei der WM in Frankreich. Außerdem ist Ms Morgan auch Galionsfigur einer Klage gegen ihren Fußballverband (US Soccer) wegen Geschlechtsdiskriminierung. Das Frauenteam der USA ist wesentlich erfolgreicher als die männlichen Kollegen, bekommt aber nur einen Bruchteil der Gage. An sich ein weltweites Problem, bekanntlich schüttet die FIFA für die Frauen-WM nur 30 Mio. Dollar Preisgeld aus, nicht mal ein Zehntel dessen, was die Männer einheimsen. Eine Frechheit, schließlich geht es im Sport nicht nur um die Virtuosität der Kickerbeine. Wie im Tennis erfrischt auch im Fußball der Frauenbewerb Teile des Fan-Gehirns, die von Männern nicht erreicht werden. Man denke an das Goldtor von US-Kickerin Brandi Chastain bei der WM 1999 gegen China …


Fußball-WM der Frauen, Frankreich, bis 7.7.2019