ACTION

Jetzt wird’s ULTRA

Die neue NERF ULTRA One setzt neue Maßstäbe im beliebten Soft-Dart-Segment. Der WIENER testete ohne Rücksicht auf Verluste!

Text: Markus Höller / Fotos: Hasbro

Wenn es bei der Softdart-Schlacht mit den erwachsenen Töchtern(!) im Garten darum geht, als Papa und Haushaltsvorstand die nötige Dominanz zu behaupten, verhält es sich ähnlich wie mit Hubraum: mehr ist besser. Diesfalls in der Kategorie Feuerkraft, denn nur ein veritabler Hagel an Schaumgummibolzen kann mir die furchtlos attackierenden Früchte meiner Lenden vom Leib halten. Was mir bisher mit der NERF Tracker ECS-10 ganz gut gelang, erforderte aber idealerweise ein Upgrade punkto Reichweite. Mit der NERF ULTRA One eröffnet sich hier eine neue Liga.


Feuerkraft pur: Die NERF ULTRA One

Der Test
Was bei der ULTRA One sofort auffällt, ist das mächtige Rundmagazin, das 25 der neuartigen und mitgelieferten ULTRA Darts fasst (dazu gleich mehr), an der Schulterstütze können noch zusätzliche acht Stück befestigt werden. Wie bei allen Schnellfeuer-NERFs ist hier der Lademechanismus motorbetrieben, nach Einsetzen der Batterien oder Akkus kann es schon losgehen. Die speziellen Darts sind notwendig, da normale NERF-Bolzen hier nicht passen. Nach einigen Probeschüssen stellt sich heraus, dass die Reichweite tatsächlich deutlich höher ist, die angegebenen 36 Meter sind zwar nur bei idealen Voraussetzungen drin, aber im Schnitt kann man schon von signifikant mehr Distanz als bei bisherigen Blastern ausgehen. Jedoch: dies ist in erster Linie den neuen Darts geschuldet, die nicht nur eine andere Form mit stabilisierenden Finnen haben, sondern auch deutlich leichter und kürzer sind. Weniger Gewicht = mehr Reichweite, was allerdings im Freien schnell zum Nachteil wird. Denn schon leichter Wind bringt die Darts stark von der Flugbahn ab, Gegenwind verkehrt den eigentlichen Reichweitenvorteil schnell ins Gegenteil. In Sachen Feuerrate bin ich ein wenig verwöhnt von meiner Tracker ECS-10, mit der ich konstant drei Darts pro Sekunde raushauen kann, die ULTRA schafft hier, teilweise wegen des etwas schwergängigen Abzugs gerade mal bis zu zwei Schuss pro Sekunde. Da auch der Motor etwas länger braucht, um auf Touren zu kommen, ist die ULTRA hier ebenfalls etwas im Hintertreffen. Dennoch: ich kann hier mit guter Geschwindigkeit und vor allem ziemlich lange jedem Winkel meines Gartens abdecken. Pech für die Mädels!

Nicht der Autor!

Fazit
Das grundsätzliche Produktversprechen – größte Reichweite aller NERFs und kompakte Abmessungen mit hoher Kapazität – wird von der NERF ULTRA One tadellos erfüllt. Aber, wie man so schön sagt, alles hat seinen Preis. Wortwörtlich, denn obwohl der Blaster grundsätzlich preislich durchaus akzeptabel ist, schlägt sich der unvermeidliche Nachkauf von Darts empfindlicher in der Börse nieder als bei herkömmlichen Bolzen. Und diese aufgrund der Bauform zwar reichweitentechnisch überlegen Darts sind outdoor bei ungünstigen Windverhältnissen eher ungünstig. Auf der Habenseite sprechen aber das große 25er Trommelmagazin und die generell sehr gute Haptik für den Blaster. Also ideal, wenn man eher defensiv spielt und seine Base verteidigen möchte, dank der Reichweite und Kapazität kann man Gegner gut auf Distanz halten, vor allem indoor.

Fakten
Nerf Ultra One motorisierter Blaster
Kapazität Magazin: 25 Darts
Maximale Reichweite: 36 Meter
Batterien: 4x AA
Kadenz: maximal 2 Darts/Sekunde
Preis: ab 60,– Euro
Infos: NERF