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War Gorilla Koko so intelligent wie Trump?

In der Tat bestand die 2018 verschiedene Gorilladame so manchen Test, allerdings nicht den Alzheimer-Test, auf den der POTUS so stolz ist.

Foto: Twitter

Es war einer der viralen Events in Twitterland: Zuerst war der POTUS mächtig stolz, ­einen Alzheimertest bestanden zu haben. Das allein reichte für wochenlanges Twitterschmunzeln – das in massives Gelächter ausartete, als verlautet wurde, dass auch das 2018 verschiedene Gorillagirl ebendiesen Test bestand, wenn auch „nur“ per ­Zeichensprache. Bleibt die Frage: Fake News, oder ist da was dran? Bekanntlich genoss Koko dank der Stanford-Psychologin Dr. Francine Patterson bis zu ihrem Ableben 46 Jahre lang einen „Gorilla Zeichensprache“ (GSL) getauften Sprachunterricht (der WIENER berichtete). Sie lernte über 1.000 Zeichen und verstand 2.000 englische Worte. Das allein, könnte man sagen, hob sie auf POTUS-Level. Und in der Tat bestand Koko eine ganze Reihe von Tests, allerdings nicht den von Trump gemeisterten „Montreal Cognitive Assessment“-Test zum Check, ob er Alzheimer hat. Die Behauptung, dass auch Koko den Test bestanden hätte, muss bezweifelt werden, obwohl: Koko hatte das Vokabular eines Kleinkinds, ihr IQ wurde auf „70–90“ eingestuft, das käme also eventuell hin. Auch war sie bei Zuwendungs-Tests, also beim Erkennen von „gleich oder unterschiedlich“, besser unterwegs als die meisten Kinder. Allerdings versagte Koko, wenn eine verbale anstelle einer Zeige-Reaktion verlangt war. Bleibt unterm Strich: Du sollst Koko nicht mit dem POTUS vergleichen. Auch Gorillas haben eine gewisse Würde.


Termin: Präsidentschaftswahlen USA, November 2020.