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Inked

Die Modebranche leidet zur Zeit unter obstruktiver Schnapp­atmung. Wir scheinen uns im Moment nur marginal für aufpoppende Fashiontrends zu interessieren. Ganz anders läuft es bei den Tätowierern, die nach dem Lockdown förmlich ­gestürmt wurden. Anscheinend setzen die Österreicher auf Nachhaltigkeit.

Fotos: Maximilian Lottmann
Redaktion + Text: Alex Pisecker
Models: Olivier Grouard, Monika Weber, Nikola Gruber
Location: Happy Needles, Schönbrunner Straße 2, 1040 Wien, IG happyneedlestattoo, happyneedles.at

Die Zunft der Tätowierer unterliegt weniger Trends als neuen und verfeinerten Techniken, die Kunst auf die Haut zu bringen.


Traditional Work lautet der Fachterminus für die durch starke Konturen definierten Motive wie Anker, Pin-ups, Rosen, Totenköpfe und vieles mehr. Die Tendenz dahingehend beschreibt Monika Weber von Happy Needles als steigend. Auch werden häufiger sichtbare Körperstellen für das Tattoo gewählt.

Realistic Work nennt man Tattoos – und hier ein von ­Tätowierern ungern verwendetet Begriff –, die einen 3D-­Effekt fingieren. Glanzeffekte werden durch die Verwendung der Farbe Weiß erzielt.

Black Work beschreibt großflächige schwarze Elemente, meist in Kombination mit Mandalas. Hier überwiegt eindeutig die Farbe Schwarz, diese Technik eignet sich auch für Cover-­ups.

Als Dot Work bezeichnet man eine dem Pointillismus ähnliche Technik, bei der aneinandergereihte Punkte (man könnte sie mit Pixeln vergleichen) eine spezielle Tiefenwirkung erzeugen.

Bei New School handelt es sich um die Weiterentwicklung von Traditional – die Motive sind ähnlich, die Technik jedoch verfeinert mit einer ausgeprägten Tiefenwirkung.