Zum Inhalt springen
ABO
THEMA

Hauthunger – Welche Folgen hat ein Jahr ohne Kuscheln?

Lockdown und die Folgen: Menschen sind gemacht, um zu berühren und berührt zu werden. Sie haben Hauthunger. Mangelnde Sättigung führt daher zu entsprechenden Konsequenzen.

18. März 2021 · 1 Min. Lesezeit
NORTH VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA - JANUARY 09: A couple sits on a park bench against the two pointed peaks known as "The Lions" at Capilano River Regional Park on January 09, 2021 in North Vancouver, British Columbia, Canada. The Provincial Health Officer (PHO) Dr. Bonnie Henry announced extended restrictions and province-wide orders on January 7th, that will be in place until at least February 5, 2021 in order to stop the spread of COVID-19. (Photo by Andrew Chin/Getty Images)

Foto: Getty Images

Berührungen haben großen Einfluss auf unser psychologisches und körperliches Wohlgefühl. Gewebe zum Transfer derselben sind die zwei Quadratmeter Haut, in die wir gehüllt sind. Die Haut enthält Nervenfasern, die Temperatur, Gewebe, Schmerz usw. erkennen. Ein Teil davon, die CT (C-taktile Afferenten), registriert ausschließlich zarte Berührungen und reagiert mit Ausstoß der üblichen verdächtigen Wohlfühlhormone (Oxytocin, Dopamin). Besagt eine von Neurowissenschaftlern unternommene Studie (siehe Quellenangabe). Ein Jahr Lockdown führte nun vor allem zu erhöhtem Stress und gleichzeitig zu vermindertem Austausch von Berührungen. Die Bad News daher: Ausgerechnet die Berührung ist ein Modulator, der die Effekte des Stresshormons Cortisol beschwichtigt. Weitere Folgen des durch den Lockdown getriggerten erhöhten Hauthungers: Weil auch das Streicheln eines Hundes den Hauthunger befriedigt, hat die Anzahl der Hundebesitzer im vergangenen Jahr massiv zugenommen.

Quelle: www.ucl.ac.uk/news/2017/oct/gentle-touch-soothes-pain-social-rejection