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Der Püri-Tower

Christian Jandrisits

Am Gelände der Fenster- und Türenmanu­faktur ­Weinzettl in Wiener Neustadt steht neuerdings ein künstlerisches Wahrzeichen von Bernd Püribauer. Oder auch: Ein Aussichtsturm tief ins Weltall hinab, der „Weltraum-Vollknall“, wie es in seinen Worten heißt. (Der Püri-Tower/WIENER 455)

Nach der eigentlichen Funktion des Turmes gefragt, der ja wohl nicht ganz zufällig da am Fabriksgelände herumsteht, weiß der Meister in seiner unvergleichlich spontanen Art schnell und reichhaltig Auskunft zu geben: „Der Turm soi da afoch den Beidl auf’d Seiten haun, wannst vorbeifahrst …“ Bernd Püribauer, den geneigten WIENER-Lesern seit Jahren wohlbekannt, hat nun einen eigenen Aussichtsturm.

Den Püri-Tower, weithin sichtbar, sogar von der Südautobahn, und auch mit Weitsicht ausgestattet. „Da aufs Dach kommt in Bälde mein Püribauer-Super-Weltraum-Teleskop, mit dem ich in die Ferne des Weltalls blicke, auf der Suche nach neuen Gestir­nen und was es da halt sonst noch so gibt. Und die mal ich dann mit dem Klobesen irgendwohin.“ ­Ebenfalls zur Kunst­erstellung zweckentfremdet wurde der Toilette-­Artikel bereits für die Serie „Weltraum-Vollknall“, deren Exponate erstmals Püribauer in Farbe zeigten und mittlerweile auch in recht wohldotierten Wohnzimmern zur Schau stehen. Auch den Turm selbst hat er mit dem Häuslbesen bemalt, der ja erst kürzlich zur Waffe der Wahl wurde. „Letztens im Zuge meiner Neuerfindung der Malerei, ich hab recherchiert, wo kommt mein Name her? Nämlich aus dem Französischen. Dort heißt „Pü“ ja bekanntlich: „das stinkt“. Ich bin also der Stinkebauer. Da ist es zum Häuslbesen ned weit …“ 

Video: https://tinyurl.com/2zacbxuk