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TECHNIK

Tudor taucht wieder ins Blaue

Tudor bringt mit der Black Bay 54 „Blue“ eine neue Taucheruhr: 37 Millimeter Edelstahl, Zifferblatt in Saphirblau, Manufakturwerk MT5400. Ab 4.090 Euro ist sie die formtreueste Hommage an die allererste Tudor-Taucheruhr von 1954.

Von Redaktion · 27. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit
Tudor Black Bay 54 Blue mit Saphirblau-Zifferblatt und Manufakturwerk MT5400

1954 bekam die französische Marine ein neues Werkzeug ans Handgelenk: eine Taucheruhr ohne Minutenmarkierung auf der Lünette, mit schmalen Zeigern und einer kleinen Krone, weil unter dem Neoprenanzug jeder Millimeter zählte. Die Referenz 7922 testeten in der Folge auch amerikanische Navy-Taucher, ohne zu ahnen, dass sie gerade ein Ikonenmodell am Arm trugen. Über siebzig Jahre später erweitert Tudor genau diese Blaupause um eine neue Farbe und trifft damit einen Nerv, der weit über Taucherkreise hinausreicht: den all jener, die bei „Vintage“ zuerst an die Kaffeehausvitrine denken und erst dann an die Armbanduhr.

Was macht sie zur echten 54?

Die Black Bay 54 Blue orientiert sich mit größter Formtreue an der Ur-Referenz: Das (eher kleine) 37-mm-Gehäuse hält die Proportionen von 1954, kombiniert mit dem Manufakturwerk Kaliber MT5400 und einer Wasserdichtheit bis 200 Meter. Die einseitig drehbare Lünette verzichtet bewusst auf die Minuten-Graduierung späterer Modelle, der Sekundenzeiger trägt das runde „Lollipop“-Design des Originals, und selbst die Zeiger sind am Ansatz schmaler gehalten, genau wie beim Vorbild. Auch Krone und Lünettenrand wurden neu gezeichnet, beide in historischer Proportion – ein Detail, das nur aus der Nähe auffällt, aber den Unterschied zwischen einer bloßen Reissue und einer echten Rekonstruktion ausmacht. Das Zifferblatt im Sonnenschliff trägt „TUDOR Blau“, ein sattes Saphirblau, das sich in der Lünette wiederholt. Die Black-Bay-Linie war seit jeher als Rückblick gedacht, als Würdigung der Designs, die Tudors Ästhetik geprägt haben. Unter Sammlern gilt die 54 trotzdem als bisher formtreueste Umsetzung dieses Prinzips.

Stahl oder Kautschuk?

Zur Wahl stehen ein dreireihiges Armband aus satiniertem und poliertem Edelstahl oder ein schwarzes Kautschukband in drei Größen, innen mit dem charakteristischen „Snowflake“-Muster für Grip am Handgelenk. Beide Varianten laufen über die Tudor-„T-fit“-Schließe: ein Schnellverstellsystem mit fünf Positionen und direkter Anpassung über 8 Millimeter, ganz ohne Werkzeug, mit Kugellagern aus Keramik für ein spürbar sauberes Einrasten.

Tudor Black Bay 54 Blue am Armband, Edelstahlgehäuse 37 mm
Tudor Black Bay 54 Blue, Edelstahlarmband mit T-fit-Schließe. © PR International / Tudor

Was kostet die neue Blaue?

Die Tudor Black Bay 54 Blue kostet 4.320 Euro mit Edelstahlarmband oder 4.090 Euro mit Kautschukband, erhältlich ab sofort über tudorwatch.com und im Fachhandel, auch in Österreich. Vorgestellt wurde sie heuer auf der Watches and Wonders, wo wir bereits die Highlights der Uhrenmesse gesammelt haben. Wer ohnehin über eine neue Uhr nachdenkt, findet Einordnung in unserem Stück über den modernen Mann, der wieder Uhr trägt.

Wer 1954 als Marinetaucher die Referenz 7922 am Arm hatte, hat sich vermutlich nicht träumen lassen, dass sie einmal nicht unter Wasser glänzt, sondern über dem Ärmel eines Leinenhemds im Kaffeehaus. Ganz unrecht hat sie damit nicht: Manche Uhren tauchen tiefer in die Geschichte als je ins Wasser.