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KULTUR

Die Galerie fühlt sich al dente

Die Galerie Felix Höller in Wien schickt Antonio Marra im Oktober in eine neue Schau und im November einen Renoir auf die Art & Antique in der Hofburg. Der Marra-Termin steht noch nicht fest, die Messe in der Hofburg läuft vom 12. bis 16. November 2026.

Von Redaktion · 17. September 2026 · 3 Min. Lesezeit
Stand von Felix Höller Fine Art bei ART&ANTIQUE Hofburg Vienna

Wer sich durch die Ausstellungstitel von Antonio Marra der letzten Jahre liest, bekommt Appetit auf Selbstironie: „Wenn keine das letzte Wort hat“, „Das Beste von beiden Seiten“, irgendwann sogar „Ich würde es wieder tun“. Jetzt kommt „Heute fühle ich mich al dente“ dazu, und man ahnt: Der Maler aus Offenbach nimmt seine eigene Malerei nicht ganz so ernst, wie es die Preise dafür vermuten lassen.

Warum gerade al dente?

Antonio Marra, 1959 in Volturara Irpina geboren und heute in Offenbach am Main zu Hause, ist in Wien kein Unbekannter. 2015 zeigte ihn die Galerie Wolfgang Exner unter dem Titel „Metamorphosen“, 2020 folgte „Dialog der Blicke“ bei Felix Höller, 2024 dort „Reality Check / Der wahre Blick“. Seine große Spezialität sind grellbunte Acrylbilder mit Pigment auf Leinwand, deren Titel oft mehr verraten als die Bildfläche selbst – Küche, Beziehungskisten, kleine Alltagsniederlagen. Im Oktober ist die Galerie am Sankt Elisabeth Platz 3 in Wien-Wieden, unweit des Oberen Belvedere, wieder an der Reihe, mit „Heute fühle ich mich al dente“. Einen fixen Vernissage-Termin nennt die Galerie noch nicht, das Datum wird erst mit der Eröffnung nachgereicht.

Einladungskarte zur Antonio-Marra-Ausstellung in der Galerie Felix Höller

Antonio Marra, hier bei seiner letzten Wien-Schau 2024, kehrt im Oktober mit „Heute fühle ich mich al dente“ zurück. © Galerie Felix Höller

Ein Renoir zieht in die Hofburg

Wenige Wochen später wechselt Höller die Bühne: Von 12. bis 16. November 2026 ist die Galerie wieder bei der Art & Antique Hofburg Vienna vertreten, der traditionsreichen Messe für Kunst, Antiquitäten und Design in den Prunkräumen der Hofburg. Rund 40 Galerien aus dem In- und Ausland zeigen dort heuer wieder ihre Bestände, geöffnet ist von Donnerstag bis Sonntag jeweils 11 bis 19 Uhr, am Montag bis 17 Uhr. Ticketpreise hat der Veranstalter zu Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. Höllers Beitrag zur Messe ist heuer ein Studienblatt von Pierre-Auguste Renoir aus der Zeit um 1895 bis 1900 – ein kleines, aber prominentes Stück in einem Messeangebot, das sonst vor allem von Möbeln, Schmuck und Jugendstil lebt.

Eröffnung der Kunstmesse ART&ANTIQUE in der Hofburg Vienna

Die Art & Antique Hofburg Vienna 2025: Felix Höller Fine Art war mit dabei, im November 2026 ist die Galerie wieder Aussteller. © leadersnet.at / A. Felten

Wien übt schon für den Kunstherbst

Ganz allein ist die Galerie Felix Höller mit ihrem Doppelprogramm nicht: Erst vor wenigen Tagen ist mit der Astoria Artshow eine neue Kunstmesse in der Stadt gestartet, und auch sonst reiht sich der Wiener Herbst gerade Vernissage an Vernissage. Wer den Überblick über die aktuelle Galerienszene sucht, findet ihn längst nicht mehr nur in den großen Häusern, sondern ebenso in kleineren Adressen wie der Karolinengasse.

Ob das Publikum im Oktober tatsächlich „al dente“ aus der Galerie geht, weiß am Ende nur Marra selbst. Der Renoir im November wird es im Zweifel lieber klassisch bissfest belassen.

Innenansicht der Galerie Felix Höller in Wien

100 Quadratmeter, 4 Meter Deckenhöhe: die Galerie Felix Höller in der Karolinengasse. © Felix Höller Fine Art

Auf einen Blick

Antonio Marra: „Heute fühle ich mich al dente“
Galerie Felix Höller, Karolinengasse 19 / Sankt Elisabeth Platz 3, 1040 Wien
Ausstellungsdauer: Oktober 2026, Vernissage-Termin noch offen
Öffnungszeiten Galerie: Montag bis Sonntag nach Vereinbarung

Art & Antique Hofburg Vienna
12. bis 16. November 2026, Hofburg Wien (Michaelerkuppel, 1010 Wien)
Öffnungszeiten: Do–So 11–19 Uhr, Mo 11–17 Uhr
Ticketpreise: laut Veranstalter noch nicht veröffentlicht

© Beitragsbild: leadersnet.at / A. Felten