Ein Glaskünstler zieht ins Hotel
Der Wiener Glaskünstler Robert Comploj hat im Anantara Palais Hansen Vienna eine eigene Galerie bekommen, in der jedes gezeigte Stück auch verkauft wird. Eröffnet wurde The Art Gallery by Robert Comploj dieser Tage direkt im Hotel.

Wer die Halle des Palais Hansen betritt, kennt das Bild: viel Marmor, viel Gold, ein bisschen Museum. Jetzt steht mittendrin ein Objekt, das aussieht, als hätte jemand flüssiges Licht in eine Form gegossen und geduldig gewartet, bis es fest wurde. Genau das ist, grob vereinfacht, was Robert Comploj seit Jahren macht, nur eben mit echtem Glas statt mit Licht.
Ein Wiener Handwerk mit Weltruf
Comploj zählt zu den bedeutendsten Glaskünstlern Österreichs. Seine Wiener Werkstatt betreibt er seit 2017, seither hat er sich mit Auftritten bei der Art Basel Miami und der Art Brussels international einen Namen gemacht. Die Glaskunst von Robert Comploj bekommt mit der neuen Galerie im Anantara Palais Hansen nun ihre erste permanente Adresse in Wien: An der Schnittstelle von Kunst, Design und Handwerk entstehen Skulpturen, die Licht, Farbe und Bewegung in eine Form zwingen, die nie ganz stillsteht.

Für das Haus ist die Galerie die konsequente Fortsetzung einer Beziehung, die 2024 begonnen hat: Aus einer gemeinsamen Begeisterung für außergewöhnliche Handwerkskunst wurde damals eine Partnerschaft, jetzt hat sie einen eigenen Raum mitten im Hotel.
Skulpturen, die man kaufen darf
Anders als im Museum darf man hier zugreifen: Alle gezeigten Arbeiten sind zum Verkauf freigegeben, wer will, trägt ein Original von Robert Comploj nach Hause. Zu sehen sind kunstvoll geformte Glasgefäße und Schalen ebenso wie große Skulpturen auf weißen Sockeln, dazwischen changiert die Sammlung zwischen Tafelgeschirr, das man benutzen möchte, und Objekten, die klar für die Vitrine gedacht sind.

Der Ofen als Bühne
Wie viel Handarbeit in jedem Stück steckt, zeigt ein Blick in die Werkstatt: Glas wird nicht gegossen und fertig, es wird am glühenden Schmelzofen mit der Glasmacherpfeife in Form geblasen, gedreht, wieder erhitzt, bis Licht, Farbe und Bewegung genau dort sitzen, wo sie sollen. Für die Ausstellung im Palais Hansen bedeutet das: Jede Skulptur hat vorher Stunden am Feuer hinter sich.

Wer sich die Sammlung genauer ansehen will, muss nicht auf Zufall hoffen: Concierge und Rezeption des Hotels führen auf Anfrage durch die Galerie und erzählen zu den Arbeiten, was man ihnen sonst nicht ansieht. Passend zum Wiener Kunstherbst ist das eine Adresse mehr, an der Kunst nicht hinter Museumsglas bleibt, sondern mit nach Hause darf.
Auch am Tisch wird gefeiert
Wer schon im Haus ist, bleibt am besten gleich zum Essen. Unter der Woche gibt es im hauseigenen Restaurant EDVARD einen Business Lunch, Mittwoch bis Freitag von 12 bis 14 Uhr: zwei Gänge um 54 Euro, drei um 69 Euro, Wasser, Kaffee und Gedeck bereits inklusive.
Fürs restliche Jahr hat das Palais Hansen ohnehin schon vorgesorgt, mit einem Programm, das sich mit jeder Vorweihnachtszeit im Hotel messen kann: vom Martinigansl-Brunch über Champagne-&-Oysters-Adventsbrunche bis zum Gala-Silvesterdinner mit acht Gängen im EDVARD.



Theo’s Tea Time und Theo’s Lounge & Bar: Schauplätze der Festtags-Highlights im Advent und zu Silvester. Fotos: Anantara Palais Hansen Vienna / Minor Hotels
| 1. November | Martinigansl Brunch in der Brasserie Sophie |
| 29.11., 6.12., 13.12. | Champagne & Oysters Adventsbrunch in der Brasserie Sophie |
| Täglich im Dezember | Theo’s Tea Time, Weihnachtsedition |
| 24. Dezember | 6-Gang-Gala-Weihnachtsdinner in der Brasserie Sophie |
| 25. Dezember | Champagne & Oysters Weihnachtsbrunch in der Brasserie Sophie |
| 26. Dezember | Exklusives 5-Gang-Dinner im EDVARD |
| 31. Dezember | 6-Gang-Gala-Silvesterdinner (Brasserie Sophie) bzw. 8-Gang-Gala-Silvesterdinner (EDVARD), dazu New Year’s Tea Dance in Theo’s Lounge & Bar |
| 1. Jänner | Neujahrs-Gabelfrühstück in Theo’s Lounge & Bar |
| Reservierung | palaishansen@anantara-hotels.com |
Am Ende der Vernissage stand ich noch kurz vor der großen Vitrine im Foyer, dort, wo Comploj sein hellstes Stück platziert hat. Draußen wurde es dunkel, drinnen fing das Glas erst richtig an zu leuchten.

