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KABARETT

Kein Last Christmas, bitte

Das Wiener Kabarett NIEDERMAIR hat seinen Spielplan für Dezember 2026 veröffentlicht. Es gibt Weihnachtslieder ohne „Last Christmas“, schwarzen Humor in bunten Outfits und einen Silvesterabend, der zurückblickt.

Von Redaktion · 1. November 2026 · 3 Min. Lesezeit
Musik-Satiriker Jimmy Schlager mit Bethlehem Baby im Kabarett NIEDERMAIR Wien
Keine Klassiker, keine Hits: Jimmy Schlager schreibt für die Weihnachtsgeschichte neue Lieder. Foto: © Bernhard Eder

Jedes Jahr im Dezember läuft dasselbe Dutzend Lieder, bis auch der freundlichste Mensch sie nur noch mit zusammengebissenen Zähnen erträgt. Jimmy Schlager hat sich deshalb ein Versprechen abgenommen: kein „Stille Nacht“, kein „O Tannenbaum“, kein „Last Christmas“. Stattdessen neue Lieder für eine alte Geschichte, die er „die meistverkaufte Geschichte der Welt“ nennt.

Musik-Satiriker Jimmy Schlager mit seinem Programm Bethlehem Baby im Kabarett NIEDERMAIR Wien
Keine Klassiker, keine Hits: Jimmy Schlager schreibt für die Weihnachtsgeschichte neue Lieder. Foto: © Bernhard Eder

Weihnachten, aber anders

„Bethlehem Baby. Weihrauch*Wunder*Wehenlieder“ gibt es nur ein einziges Mal im NIEDERMAIR, am Dienstag, 8. Dezember 2026, um 19:30 Uhr. Schlager, Musik-Satiriker und Geschichtenerzähler, blickt darin auf 2000 Jahre Verklärung, „historisch neugierig, respektvoll respektlos im besten Sinn“. Auf der Bühne stehen er mit Gesang, Geschichten und Gitarre und Babsy Habitzl mit Gesang, Gitarre und Ukulele. Karten gibt es ab 26 Euro.

Schwarzer Humor, bunte Outfits

Am 18. und 19. Dezember, jeweils 19:30 Uhr, gastiert Helene Bockhorst mit „LEBEFRAU“. Sie stellt sich darin unbequemen Fragen, etwa, warum ein Mann, der es sich gut gehen lässt, als Lebemann gilt, eine Frau in derselben Lage aber ganz anders genannt wird, oder ob man Familientraditionen auch dann fortführen muss, wenn es um Depressionen und ungesunde Bewältigungsmuster geht. Der Abend handelt von Trauma, Depression und Resilienz, und davon, dass sich immer ein Grund zum Lachen findet. Wer jetzt hin will, hat Pech: Auf der Website des Hauses sind beide Termine als ausverkauft markiert (Stand 22. Oktober).

Kabarettistin Helene Bockhorst mit ihrem Programm LEBEFRAU im NIEDERMAIR Wien
„LEBEFRAU“ verbindet Albernheit mit Themen wie Depression und Resilienz. Foto: © Thommy Mardo

Das Beste vom Guten

Am 31. Dezember lädt Clemens Maria Schreiner um 18:00 und um 21:00 Uhr zum Jahresabschluss. Er spielt „nach Lust und Laune das Beste vom Guten“ aus zehn Programmen, weil früher zwar nicht alles besser war, aber doch manches gut. Von vergangenen Vorsätzen bleibe oft nur ein bitterer Nachsatz, deshalb nimmt er sich für den Abend gar nichts vor. Sein Befund: „Wer die Zukunft in Blei gießt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er es später schwer hat.“ Karten ab 47 Euro.

Kabarettist Clemens Maria Schreiner, Das Beste vom Guten, Silvester im NIEDERMAIR Wien
Zehn Programme, zwei Vorstellungen: Clemens Maria Schreiner blickt am Silvestertag zurück. Foto: © Stefan Weiß

Ausblick auf 2027

Schwungvoll geht es im Jänner weiter. Am 1. Jänner springen Christoph & Lollo mit dem „Neujahrsspringen“ ins neue Jahr, am 13. Jänner feiert Antonia Stabinger mit „Dünnes Eis“ Premiere. Auch Severin Groebner, aktueller Hauptpreisträger des Österreichischen Kabarettpreises 2026, kehrt im Jänner auf die Bühne zurück. Im Februar folgen Dan Knopper mit „Salon Powidl“ am 11. und Pikart & Leeb am 19. Februar um 22:00 Uhr mit ihrer „Late Night“ mit Sonja Pikart und Magda Leeb, im April Christina Kiesler mit „Maschine“ am 5. April. Wer sich für die Herbstpremieren des Hauses interessiert, findet sie in der Vorschau auf die Oktober-Premieren.

NIEDERMAIR, Kabarett in der Lenaugasse
Adresse: Lenaugasse 1a, 1080 Wien
Termine Dezember: 8.12. Jimmy Schlager, 18. und 19.12. Helene Bockhorst (ausverkauft), 31.12. Clemens Maria Schreiner
Karten: ab 26 Euro (Schlager), ab 47 Euro (Silvester)
Info und Tickets: 01 / 408 44 92, kabarett@niedermair.at, niedermair.at

„Last Christmas“ läuft ohnehin überall. Im NIEDERMAIR am 8. Dezember eben nicht.