Film & Serie

Victor De Le Rue und Travis Rice

Travis Rice Premiere

Hannes Kropik

„The Fourth Phase“ ist einer der spektakulärsten Snowboard-Filme aller Zeiten. Am 22. September wird Hauptdarsteller Travis Rice bei der Premiere im Wiener Apollo-Kino persönlich anwesend sein. WIENER Online verlost nicht nur 15 x 2 Tickets, sondern auch zwei Treffen mit dem amerikanischen Boarder-Gott.

Text: Hannes Kropik

„The Fourth Phase“ ist die dritte große Eigenproduktion von Travis Rice, zuletzt hatte der 34-jährige Ami bei Fans und Kollegen 2011 mit „The Art of Flight“ für staunend offene Münder gesorgt. Bevor der neue Film am 2. Oktober auf redbull.tv weltweit um jeweils 20.00 Uhr Ortszeit ausgestrahlt wird, feiert Travis an ausgewählten Orten kleine feine Kinopremieren. Unter anderem am 22. September im Wiener Apollokino und wir vom WIENER Online dürfen nicht nur 15 x 2 Tickets verlosen, sondern auch zwei Fans zu einem persönlichen Treffen mit dem zweifachen X-Games-Gewinner einladen!


Damit aber nicht genug, nahm sich der vielbeschäftigte Herr Rice vorab auch noch die Zeit für ein kurzes Interview.

Travis, wie groß war die Herausforderung, deine Highlights „That´s it, that´s all“ und „The Art of Flight“ noch eimal zu toppen?
Zugegeben, es hat schon eine gewisse Zeit gedauert, bis ich ein Konzept gefunden habe, mit dem ich selbst auch hundertprozentig zufrieden war. Was ich auf keinen Fall machen wollte, war einfach „The Art of Flight 2“. Ich habe mir geschworen: Ich werde mich auf keinen Fall wiederholen. Es wäre zu einfach gewesen, wieder auf den selben Bergen über die selben Kicker zu springen. Deshalb hat die Produktion aber auch drei Winter gedauert, denn jede neue Location ist eine riesige Herausforderung. Das beginnt meistens schon mit der Frage: Wie komme ich überhaupt zu diesem bestimmten Berg und wie bringe ich meine 15-köpfige Crew so unter, dass wir nicht auf irgendwelchen Touristenpfaden wandeln, sondern und bei Locals einquartieren.

Ihr habt diesmal bei dir zu Hause in Wyoming, in Russland, Japan und Alaska gedreht?
Ja, also ausschließlich auf der Nordhalbkugel. Und zwar deshalb, weil ich mit eine Geschichte erzählen wollte: Der Film dreht sich um den Zyklus des Lebens, vor allem aber über den Zyklus des Wassers. Wasser verdunstet, wird zu Wolken, sorgt für Winde, fällt anderswo wieder als Schnee herab, schmilzt, wird zu Wasser, verdunstet. Ich beschäftige mich schon längere Zeit mit den inneren Zusammenhängen unserer Lebensgrundlage Wasser.

Du bist also nicht einfach nur ein Snowboarder, der dem geilsten Tiefschnee hinterherjagt?
Natürlich liebe ich, was ich tue. Aber gerade als Teenager hätte ich mir auch eine ganz andere Karriere vorstellen können. Ich war immer schon von der Natur fasziniert und hätte mir Vorstellen können, zu studieren und dann in die Forschung zu gehen. Den Titel des Films haben wir uns übrigens tatsächlich von einem Forscher ausgeborgt. Professor Gerald Pollak ist Bioingeneur an der Universität von Washington und hat ein Buch namens „The Fourth Phase of Water“ geschrieben.

Der vierte Zustand von Wasser? Ich dachte, es gibt nur fest, flüssig und gasförmig?
Ja, das lernen wir in der Schule. Professor Pollack behauptet, dass es eben noch einen vierten Zustand gibt, der letztendlich für die Entstehung von Leben notwendig ist. Ich habe ihn ein paar Mal besucht, er ist eine faszinierende Persönlichkeit.

Wie hat der Wissenschaftler auf den jungen Snowboard-Dude reagiert? Man möchte doch glauben, dass euch Welten trennen …
Anfangs war ein wenig überrascht. Aber letztendlich gibt es große Ähnlichkeiten – und das nicht nur, weil er in der Welt der Wissenschaft ein kleiner Rebell ist: Wir widmen uns unseren Projekten mit großer Neugierde und sind nicht gewillt, uns mit bestehenden Grenzen abzufinden.

Das heißt auch, dass „The Fourth Phase“ bei aller Genialität noch nicht das Maximum des denkbar Möglichen ist?
Ich denke, dass bisher noch jeder Film eine deutliche Weiterentwicklung gewesen ist. Das hängt einerseits mit den immer größeren technischen Möglichkeiten zusammen, aber natürlich auch mit meinem Willen, immer besser und besser zu werden.

Hast du schon eine Idee, wie der nächste Film aussehen könnte?
Jetzt gönne ich mir einmal einen Winter, in dem ich nur für mich hinaus in die Berge gehe und vielleicht zwischendurch Freunde bei ihren Projekten unterstütze. Über eine neue Produktion habe ich noch nicht nachgedacht.

Wenn ein junger Snowboarder an dich herantritt und fragt: Dude, wie kann ich so gut werden wie du – was antwortest du?
Mein Ratschlag ist: Folge deinem eigenen Instinkt. Jeder von uns hat seinen eigenständigen Weg im Leben. Die größte treibende Kraft auf diesem Planeten ist die Entschlossenheit des Menschen, ein selbst gesetztes Ziel zu erreichen.