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Frühjahrputz: Wenn die Wiener wienern

Draußen scheint die Sonne, aber drinnen blinkt noch so gar nix? Dann wird es allerhöchste Zeit für den alljährlichen Frühjahrsputz! Das ist leider ein notwendiges Übel, um das keiner herumkommt. Aber die Mühe lohnt sich! Dreck und Gestank raus, dafür Sauberkeit und frischen Duft rein – so machst du deine Wohnung fit für den Frühling. Und am Ende strahlst auch du wie Sonnenschein.

Wenn man sich bei einem Spaziergang so umschaut, wirkt die Natur, als hätte man sie frisch gewaschen: Blumen leuchten in den schönsten Farben, der Himmel ist strahlend blau und auch sonst sieht es draußen herrlich frisch und bunt aus. Das sorgt für richtig gute Laune und weckt die Lust, draußen wieder aktiv zu werden. Halt! Da war ja noch was! Auch deine Wohnung ist bereit von dem miefigen Wintermodus auf frischen Frühling umzuschalten. Was draußen wie von selbst klappt, musst du zuhause leider in Eigenregie meistern. Also nix wie ran an die Putzlappen und dem Schmutz endlich den Kampf ansagen!

_01. Los geht’s


Auch, wenn du jetzt vermutlich schon ungeduldig mit dem Putzeimer scharrst, weil du es gar nicht erwarten kannst endlich loszulegen, musst du dich noch einen kleinen Moment gedulden. Bevor du wild drauflosputzt, solltest du dir wenigstens einen groben Plan machen, wie du vorgehen willst. Denn so ganz ohne Struktur im Putzplan wirst du wahrscheinlich in zehn Ecken gleichzeitig räumen und wischen und dabei irgendwann komplett den Überblick verlieren.

Besser ist es deswegen, eine To Do-Liste anzulegen mit allen Dingen, die du erledigen willst, und Raum für Raum vorzugehen. Dann kannst du immer einen Punkt von der Liste abhaken. Das gibt eine Extraportion Motivation, macht happy und du siehst direkt, wie die Aufgaben immer weniger werden. Und während du den Putzlappen schwingst, hält dich deine Lieblings-Playlist bei Laune. Musik läuft? Läuft bei dir!

_02. DIY-Reinigungsmittel

Du musst beim Putzen aber nicht gleich die harten Geschütze auffahren. Um Kalk, Fett und Schmutz an den Kragen zu gehen, sind aggressive Chemiekeulen nicht unbedingt besser als harmlose Reinemacher. Viele dieser Mittel kannst du auch einfach selbst herstellen.

Wie wäre es daher mit einem selbst gemachten Kalkentferner? Dazu brauchst du nur Zitronensaft und etwas Handseife. Einen günstigen, umweltfreundlichen und effektiven Allzweckreiniger erhältst du, indem du einfach die Schalen von Orangen, Mandarinen, Zitronen und anderen Zitrusfrüchten aufhebst und mit weißem Haushaltsessig aufgießt. Das ganze zwei bis drei Wochen ziehen lassen und fertig ist dein Allzweckreiniger. Auch Abflussreiniger, Waschmittel und sogar Zahnpasta kannst du selber herstellen.

Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Schließlich wird der Umweltschutz in Österreich großgeschrieben. Immerhin gehört es zu den Ländern, die eine Menge für die Umwelt und das Klima tun. Das bestätigt auch der Klimaschutz-Index.

Desinfektionsmittel, die für absolute Keimfreiheit sorgen, sind dagegen der Overkill für die Umwelt. Sie töten neben Krankheitserregern auch nützliche Mikro- und Wasserorganismen ab, die wichtig für die Funktionsweise von Kläranlagen sind. Aber nicht nur das: Sie können im schlimmsten Fall sogar deine Gesundheit gefährden! Denn wenn in deiner Wohnung alles steril ist, verlernt dein Körper, mit Bakterien umzugehen. Das kann unangenehme Allergien auslösen.

Hast du alle nötigen Hilfsmittel für den Frühjahrsputz zusammen? Dann vergiss nicht, auch die Stellen zu reinigen, die sonst zu kurz kommen. Zum Beispiel wird bei der Gelegenheit das Sofa vorgezogen oder auch mal durch die Abstellkammer gewischt. Auch Kellerräume oder Garagen wollen auf Vordermann gebracht werden. Aber der Reihe nach!

_03. Raus mit dem Müll

Bevor du mit dem Wienern anfängst, solltest du erst einmal deine Wohnung aufräumen. Was entsorgt ist, muss schließlich nicht mehr saubergemacht werden. Der Frühjahrsputz ist die perfekte Gelegenheit, sich von altem Ballast zu trennen. Verabschiede dich von alten Handys, unbrauchbaren Kulis und abgelaufenen Medikamenten. Genauso sollten alte Zeitschriften, die du nicht mehr liest, in die Abfallkiste wandern. Willst du noch einzelne Artikel behalten, trenne sie heraus und hefte sie in einem eigenen Ordner ab. Ansonsten gilt: Tschüss Müll und Hallo neue Ordnung!

Schnapp dir dafür drei Kisten und starte deine Räumungsaktion nach den drei Kategorien „Ja“, „Nein“ und „Vielleicht“ und sage Messie-like angesammelten Dingen den Kampf an. Was du auf jeden Fall loswerden willst, wandert ohne Umwege in die Nein-Kiste und nach dem Reinemachen sofort in den Müllcontainer oder auf den Sperrmüll. Was du definitiv behalten möchtest, kommt natürlich in die „Ja“-Kiste. Nach dem Putzen werden die Sachen wieder fein säuberlich in den Schrank geräumt.

Es wird sicher einige Dinge geben, die du zwar nicht unbedingt brauchst, aber auch nicht gerne weggeben willst. Für solche Zweifelsfälle hast du die „Vielleicht“-Kiste. Hier kommt alles rein, was eventuell auf dem Flohmarkt oder im Internet verkauft oder an Freunde und Bekannte verschenkt wird. Was du davon behalten willst oder was nach dem Verschenken und Verkaufen noch übrig ist, kann im Keller oder auf dem Speicher geparkt werden. Die Sachen, die du auch nach einem halben Jahr nicht vermisst oder gebraucht hast, fliegen dann aber endgültig in den Müll.

_04. Den Schrank mit ganzen Gewand entrümpeln

Wenn du sowieso schon dabei bist, deine Bude auf Vordermann zu bringen, kannst du auch gleich deinen Kleiderschrank ausmisten. Denn sei ehrlich, auch in deinem Schrank gibt es das ein oder andere Teil, das nur noch vor sich hin vegetiert, weil es dir nicht mehr gefällt oder nicht mehr passt. Um diese Kleidungsstücke zu entlarven, räumst du am besten den gesamten Schrank aus und verteilst die Sachen auf deinem Bett oder wo immer du genug Platz hast.

Dann schaust du dir die Teile nacheinander genau an und sortierst sie auf verschiedene Stapel: Einer für „Das bleibt drin“ und einer für „das fliegt raus“. Wenn du dich nur schwer von Dingen trennen kannst, solltest du nach dem Prinzip „Was ich letzte Saison nicht anhatte, kommt weg“ verfahren. Das macht es dir leichter, Kleidungsstücke in den Altkleidersack zu befördern, die nur unnötig Platz wegnehmen, den du besser mit neuen schönen Teilen füllst.

Bei der Gelegenheit kannst du auch deinen momentan leeren Kleiderschrank mal gründlich auswaschen, um Staub zu entfernen. Ritzen und unbenutzte Regale solltest du aussaugen. Damit machst du eventuell dort abgelegten Motteneiern den Garaus. Duftsäckchen mit Lavendel oder Zedernholz halten Motten und andere ungebetene Gäste zukünftig aus deinem Kleiderschrank fern. Ein netter Nebeneffekt: Die Säckchen verbreiten einen angenehmen Geruch und verhindern, dass deine Kleidung nach muffigem Schrank riechen.

_05. Bücher über Bücher

Wenn du mit deinem Kleiderschrank durch bist, kannst du bei deinem Bücherregal direkt weitermachen. Denn auch hier sammeln sich über die Jahre alte Schinken und Schmöker an. Mit Sicherheit hast du zu dem ein oder anderen Anlass wie Geburtstag oder Weihnachten schon Bücher geschenkt bekommen, die du dir weder gewünscht hast, noch jemals lesen wirst, weil sie dich nicht die Bohne interessieren. Solche Bücher müssen aber nicht zwingend im Abfall landen.

Verstaue sie in einer Kiste und verschenke sie an die örtliche Bücherei, an Freunde oder stelle die Bücherkiste mit einem Schild „Bitte zugreifen“ an Orten auf, wo viele Leute vorbeikommen. Das kann zum Beispiel eine Bäckerei, Uni oder deine eigene Haustür sein. Die Leute können sich dann das ein oder andere Buch aussuchen und kostenlos mitnehmen. Oder du bringst deine Bücher in den Kostnixladen in Wien. Hier kannst du auch DVDs, CDs, Schuhe, Schmuck und vieles andere hinbringen. Eine weitere Option ist es, ausrangierte Bücher auf dem Flohmarkt zu verkaufen und damit vielleicht noch ein bisschen Bares in die Kasse zu bringen.

_06. Putzen für die Fitness

Das große Aufräumen ist nicht nur gut für deine Wohnung, sondern auch für deine Fitness. Denn beim Putzen verbrennst du mehr Kalorien als man so vermuten würde. Immerhin bist du über Stunden in Bewegung und räumst teils schwere Gegenstände hin und her. Das verbraucht ordentlich Energie. Auch das Kehren, Staubsaugen und Wischen sind Tätigkeiten, für die du Kraft aufwenden musst.

Zum Beispiel verbraucht das Putzen im Allgemeinen um die 300 Kalorien pro Stunde. Allein beim Staubsaugen ist schon ein Minus von gut 200 Kalorien drin. Musst du auch viele Treppen steigen, gehen noch einmal über 500 Kalorien ab. Gar nicht mal so schlecht!

Daher eignet sich der Frühjahrsputz auch wunderbar für ein Fitness-Workout, das den Fettreserven an den Kragen geht. Damit sparst du dir das Geld für das Fitnessstudio. Mal ehrlich: Die Mitgliedschaftskarte liegt doch sowieso nur alibimäßig in deiner Sporttasche rum. Und ganz nebenbei bringst du bei deinem Sportprogramm zuhause auch noch deine Bude zum Glänzen. Guter Deal, oder?

_07. Oh happy day

Putzen und Ausmisten sind aber nicht nur gut für deine Gesundheit, sondern auch für dein Wohlbefinden! Wenn du deine Bude von sämtlichem Dreck und unnötigem Kramuri befreit und neuen Schwung reingebracht hast, fühlst du dich auch selbst befreiter und wohler in deiner Haut. Auch wenn Putzen nicht gerade die schönste Art der Freizeitbeschäftigung ist – das Ergebnis wird dich am Ende des großen Aufräumens absolut happy machen. Denn eine blitzblanke Wohnung verschafft dir ein gutes Feeling und du kannst nach getaner Arbeit absolut stolz auf deine – im wahrsten Sinne – Glanzleistung sein!

_08. The Final Countdown

Zu guter Letzt räumst du alles, was nicht aussortiert wurde, wieder in die Schränke und Regale ein. Anschließend kannst du deine nun saubere Wohnung mit neuer Deko ein wenig aufpeppen. Sie verleiht deinen vier Wänden einen frischen Look. Nach getaner Arbeit kannst du dann entspannt und happy auf das Sofa sinken und dir einen schönen Abend vor dem Fernseher machen. Oder du belohnst dich mit einem ausgiebigen Bad in deiner Wanne inklusive Wellness-Programm. Herrlich!

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