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100 Stunden mit: MIDO

Ja, auch in eine Uhr kann man sich auf den ersten Blick verlieben. WIENER-Kolumnist Wolfgang Wieser hat in Basel die Mido Baroncelli Li Power Reserve entdeckt. Und wusste sofort: Die musste er haben, die oder keine …

REDAKTION: WOLFGANG WIESER, CHECKITOUTJOE.COM

letzten Mal miteinander im Bett. Das Morgenlicht schien weicher zu sein als an den Tagen zuvor. Und ich tat, was man in Zeiten des Abschiednehmens tut: Ich flüsterte Treueschwüre, versprach ihr, sie nie – nie! – zu vergessen und sie alsbald wieder um mein Handgelenk zu legen.
Ich hatte sie Wochen zuvor auf der Baselworld entdeckt. Um sie herum war es dunkel. Die mit knappen Strichen skizzierte Galleria Vittorio Emanuele II, Inspiration für meine Baroncelli (ja, in Gedanken war sie schon damals „meine“), war im Hintergrund gerade noch zu erahnen.
Ich sah uns gemeinsam durch die Galleria schlendern und erahnte den Espresso, den ich am Morgen danach in der Bar Duomo schlürfen würde – darauf wartend, dass die Sonne über den Dom kletterte. Ja, ich war ganz und gar fasziniert von ihrer Schönheit.
Mir gefiel der rötliche Schimmer des braunen Kalbslederbandes mit Kroko-Prägung (vielleicht weil er mich an Amy Adams oder Emily Blunt erinnerte) und ich fand es großartig, dass sich meine Baroncelli eine Gangreserve gönnte, die zwar offiziell bei 6 Uhr steht, tatsächlich aber wie verrutscht, natürlich auf raffinierte Weise verrutscht, wirkt, eben weil sie sich nicht symmetrisch ins Rund fügt – wie ein Schönheitsfleck, der niemals mitten im Gesicht thront, sondern stets ein wenig abseits.
Tags darauf hielt ich sie in Händen. In Stunde eins zierte sie sich. Faltschließe, Band und ich mussten ein wenig ringen, bis wir eins waren. Aber ab diesem Augenblick waren wir es. Und ich genoss es außerordentlich, sie in Schwung zu bringen. Ganz sanft drehte ich an ihrer Krone und sah lächelnd zu, wie rasch sie den Höhepunkt ihrer Gangreserve erreichte. Jetzt war sie ganz die meine.


Traumhafte Partnerin, energiegeladen: Die „Power Reserve“ zeigt an, wie viel Kraft noch in der Baroncelli schlummert. Maximale Gangreserve: 42 Stunden. Foto @ Wolfgang Wieser

Im Bett mit meiner Baroncelloi: Im sanften Morgenlicht strahlt sie schöner als zu jeder anderen Tageszeit. Foto © Wolfgang Wieser

WIENER-Kolumnist Wolfgang Wieser mit der Mido am Handgelenk (die fabulöse Sonnenbrille stammt übrigens aus der aktuellen Kollektion von Tom Ford).


:infoporn

MIDO Baroncelli Li Power Reserve

Durchmesser: 42 mm Gehäuse: Edelstahl Zi erblatt: silberfarben, sonnenguillochiert Werk: Automatik ETA 2897 Gangreserve: 42 Stunden Uhrenglas: beidseitig entspiegeltes Saphirglas Wasserdichtigkeit: bis 50 m Band: braunes Kalbslederarmband mit Krokoprägung, Edelstahl-Faltschließe Preis: 1.220 Euro (auf 1.000 Stück limitiert) midowatches.com